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Spielpläne 2011/2012

 

Namen & Fakten

Personalia

 
Johannes Knecht. Foto: Martin Sigmund
 

Johannes Knecht. Foto: Martin Sigmund

 

Johannes Knecht wird ab der Saison 2012/2013 neuer Erster Chordirektor des Staatsopernchors Stuttgart. Bereits seit 2001 ist Knecht stellvertretender Direktor des Chors. Der 46-jährige Knecht wurde 1993 als Dirigent an das Stadttheater Pforzheim engagiert. Von dort ging er nach Coburg, später nach Wuppertal, wo er als Chordirektor und Kapellmeister am Schillertheater NRW bis zum Jahr 2001 tätig war. Als Gastdirigent hat er mit verschiedenen Rundfunkchören und Orchestern zusammengearbeitet. Seit 2003 ist Knecht künstlerischer Leiter des Philharmonia Chores Stuttgart, seit 2009 hat er eine Professur für Oratorienleitung und Vokalensemble an der Musikhochschule in Stuttgart.

Mauro de Candia wird mit Beginn der Spielzeit 2012/2013 die Leitung der Sparte Tanz an den Städtischen Bühnen Osnabrück übernehmen. Der junge italienische Choreograf tritt damit die Nachfolge von Nanine Linning an, die Holger Schultze nach Heidelberg folgen wird. De Candia wurde 2001 als Tänzer an das Ballett der Staatsoper Hannover engagiert. Freischaffend war de Candia bereits für viele Compagnien als Choreograf tätig. Die Dance Company Theater Osnabrück bekommt auch eine neue Dramaturgin und Managerin: Patricia Stöckemann, derzeit Leiterin des Tanztheater Bremen, wird das Leitungsteam Tanz in Osnabrück ergänzen.

Florian Ziemen, derzeit 1. koordinierter Kapellmeister am Theater Bremen, wird ab der kommenden Spielzeit 1. Kapellmeis-ter und stellvertretender GMD am Stadttheater Gießen. Ziemen tritt die Nachfolge von Herbert Gietzen an, der nach 35-jähriger Arbeit am Gießener Haus in den Ruhestand wechselt.

Hergen Gräper, derzeit kaufmännischer Geschäftsführer am Staatsschauspiel Dresden, wird ab dem 1. Februar 2012 Geschäftsführender Direktor des Staatstheaters Wiesbaden. Der 51-jährige Volljurist tritt damit ab 1. Februar 2012 die Nachfolge des derzeitigen Direktors Joachim Bauscher an, der zu diesem Zeitpunkt nach über 50-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand geht.

Yuki Mori wird ab der Spielzeit 2012/2013 neuer Ballettchef am Theater Regensburg. Als Tänzer war Mori unter anderem beim Ballett Nürnberg, an der Staatsoper Hannover und beim Ballett der Göteborgsoperan engagiert. 2007 folgte er dem Ruf von Stephan Thoss nach Wiesbaden an das Ballett des Hessischen Staatstheaters. Seit 1999 ist er auch als Choreograf tätig.

Gunter Berger wird ab der Spielzeit 2012/2013 Chordirektor der Philharmonischen Chöre Dresden. Damit übernimmt er die Posten von Jürgen Becker und Matthias Geissler, die den Chören bisher getrennt vorstanden. Berger war viele Jahre lang Leiter des MDR-Kinderchors und arbeitete auch mit dem Berliner Rundfunkchor zusammen.

Stefan Blunier, Generalmusikdirektor der Oper Bonn, bleibt bis 2016 im Amt. Sein Vertrag wurde im Dezember verlängert. Bevor er 2008 nach Bonn kam, war der 1964 geborene Blunier GMD am Staatstheater Darmstadt.

Marco Comin wird neuer Chefdirigent des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Damit komplettiert sich das neue Leitungsteam des Theaters. Comin ist derzeit Erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Staatstheater in Kassel. Er nimmt seine Arbeit in München im Herbst 2012 auf.

Karl Alfred Schreiner wird ab der kommenden Spielzeit Ballettdirektor am Staatstheater am Gärtnerplatz. Der designierte Staatsintendant des Gärtnerplatztheaters Josef Ernst Köpplinger hat den seit 1999 erfolgreichen Choreografen nach München engagiert. Köpplinger und Schreiner haben bereits am Stadttheater Klagenfurt und an der Volksoper Wien zusammengearbeitet.

Andreas von Studnitz hat seinen Vertrag als Intendant des Theaters Ulm um weitere drei Jahre verlängert. Der Vertrag läuft nun bis zur Spielzeit 2015/2016.
Kazem Abdullah soll neuer Aachener GMD und damit Nachfolger von Marcus Bosch werden. Der US-amerikanische Dirigent ist erst 32 Jahre alt und dirigierte unter anderem das National Arts Centre Orchestra von Ottawa, die Berliner Kammerphilharmonie, das Finnish Radio Symphony Orchestra, die Helsinki Philharmoniker und das Tanglewood Music Center Orchestra.

Michael Kaufmann ist neuer Intendant der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Der 50-jährige Kulturmanager war zuletzt Intendant des Kurt-Weill-Festes in Dessau. Zuvor hatte er als Intendant der Philharmonie Essen erfolgreich den Neubau des Konzerthauses begleitet und die ersten Spielzeiten mit ambitionierten Programmen sowie zahlreichen Nachwuchs-projekten gestaltet. Seine ersten Sporen als Kulturgestalter verdiente sich Kaufmann bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen und als Orchesterdirektor des Kölner Gürzenich-Orchesters.

Peter Konwitschny, Chefregisseur der Oper Leipzig, hat zum 1. Januar 2012 wegen „künstlerischer Differenzen mit dem neuen Intendanten Ulf Schirmer“ um eine Auflösung seines Vertrags gebeten. In einer Pressemitteilung gab die Oper Leipzig bekannt, dass diesem Wunsch entsprochen werde. Anfang Dezember hatte Konwitschny die Inszenierung von Verdis „Macbeth“ überraschend abgegeben und sich aus Krankheitsgründen zurückgezogen. Sein Vertrag lief bis 2014 (s. Bericht S. 25).

Ralf Rossa, Ballettchef an der Oper Halle, hat seinen Vertrag verlängert und bleibt bis zum Ende der Spielzeit 2015/2016. Rossa ist seit 1998 Ballettdirektor und Chefchoreograf der Oper Halle.

Katja Buhl, Regisseurin, Choreografin und Tänzerin, wird mit Beginn der nächsten Spielzeit Direktorin der TfN-Musical-Company. Der bisherige Direktor Christian Gundlach verlässt zum Ende der laufenden Spielzeit das Haus. Katja Buhl hat bereits mehrfach mit dem TfN zusammengearbeitet.

Rolf Bolwin, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins, konnte Anfang Januar sein 20. Dienstjubiläum feiern. Bolwin, geboren 1950, studierte an der Universität Bonn Jura, Politische Wissenschaften und Geschichte und arbeitete zunächst als Rechtsanwalt in Bonn. Von 1982 bis 1991 war er im Justitiariat des Deutschlandfunks in Köln tätig. Bolwin ist Mitherausgeber eines Kommentars zum Bühnen- und Tarifrecht. In den 20 Jahren seiner Dienstzeit beim Bühnenverein war er unter anderem an der Zusammenführung der Tarifverträge für das künstlerische Personal im NV (Normalvertrag) Bühne beteiligt. Um den Bestand der Theater und Orchester zu sichern, schließt der Bühnenverein seit mehreren Jahren verstärkt Haustarifverträge mit den Künstlergewerkschaften ab. In diesen verzichten die Mitarbeiter dieser Betriebe auf Teile ihrer Vergütung zugunsten des Erhalts ihrer Arbeitsplätze. In Bolwins bisherige Amtszeit fiel zudem die Einführung des Deutschen Theaterpreises „Der Faust“.

Ausgezeichnet

Marlene Lichtenberg, Mezzosopranistin, und Christian Schreier, Tänzer, wurden mit dem Max-Grünebaum-Preis 2011 ausgezeichnet. Der Preis, der in diesem Jahr zum 15. Mal vergeben wurde, ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Den Karl-Newman-Förderpreis, eine Studienreise nach London, erhielt der Erste Kapellmeister Marc Niemann. Alle drei Künstler sind am Staatstheater Cottbus engagiert.

Roland Hartmann, Bariton, wurde – nach einer umjubelten Vorstellung von „Die Hochzeit des Figaro“ – zum Kammersänger am Südthüringischen Staatstheater ernannt. Hartmann nahm 1974 ein Engagement in Rudolstadt an und wechselte nach 21 Jahren an das Landestheater Eisenach. Zum Südthüringischen Staatstheater kam er im Jahr 2008.

Christiane Iven, Sopranistin im Sängerensemble der Oper Stutt-gart, wurde für ihre künstlerischen Verdienste mit dem Titel „Kammersängerin“ ausgezeichnet. Intendant Jossi Wieler bezeichnete Iven als „Ausnahmekünstlerin, die in ihrer Kunst sowohl stimmlich als auch darstellerisch von der Suche nach Wahrhaftigkeit geleitet“ sei. Christiane Iven kam über Engagements in Bremen, Mannheim und Hannover nach Stuttgart, wo sie seit der Spielzeit 2006/2007 zum Ensemble gehört.

Undine Dreißig, Sopranistin am Magdeburger Theater, wurde ebenfalls zur Kammersängerin ernannt. Der Ehrentitel wurde ihr im Opernhaus durch die Landeshauptstadt Magdeburg verliehen. Die aus Eisleben stammende Dreißig trat 1989 ihr Engagement in Magdeburg an.

Johannes Martin Kränzle, Bariton, erhielt in Köln im Vorfeld der Vorstellung „Ariadne auf Naxos“ den Kölner Opernpreis. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde vom Kölner Intendanten Uwe Eric Laufenberg sowie vom Vorstandsvorsitzenden der „Freunde der Oper Köln e.V.“, Heinrich Kemper, überreicht. Der Preis wurde zum zweiten Mal vergeben und soll nationale und internationale Darsteller des Opern- und des klassischen Musiklebens auszeichnen.

Antonia Bill und Nicky Wuchinger haben den 40. Bundeswettbewerb Gesang in Berlin gewonnen. Bill wurde in der Sparte Chanson, Wuchinger in der Kategorie Musical ausgezeichnet. Beide Sänger stammen aus Berlin. Die Preise werden von Berlins Regierendem Bürgermeis-ter Klaus Wowereit (SPD) übergeben.

 
Benjamin Schad. Foto: Wolfgang Runkel
 

Benjamin Schad. Foto: Wolfgang Runkel

 

Benjamin Schad, 30 Jahre junger Nachwuchsregisseur, erhält den diesjährigen, mit 5.000 Euro dotierten Regie-Preis der Götz-Friedrich-Stiftung für seine Inszenierung von Benjamin Brittens „The Turn of the Screw“ an der Oper Köln. Die Götz-Friedrich-Stiftung zeichnet jährlich die beste Musiktheaterinszenierung eines Nachwuchsregisseurs im deutschsprachigen Raum aus.

Caroline Matthiessen, Tänzerin, wurde mit dem „Theaterpreis Würzburg 2011“ des Theater- und Orchesterfördervereins Würzburg e.V. ausgezeichnet. Mit der Entscheidung, so heißt es in der Begründung, werde eine Künstlerin gewürdigt, die seit der Spielzeit 2005/2006 ihr großes und vielseitiges Talent in einer Vielzahl höchst unterschiedlicher Rollen an diesem Hause eindrucksvoll unter Beweis gestellt habe.

Christine Borch aus Berlin erhielt den ersten Preis im Wettbewerb „Das beste deutsche Tanzsolo 2011“. Der Wettbewerb wurde beim Abschlussabend der euro-scene Leipzig entschieden.

Geburtstage

Gwyneth Jones feierte ihren 75. Geburtstag. Seit 1966 gehörte sie zu den führenden Kräften der Bayreuther Festspiele. Dort sang sie von 1968 bis 1980 in den verschiedensten Rollen. Seit 1966 war sie Mitglied der Wiener Staatsoper. Es folgten glanzvolle Gastspiele unter anderem an der Bayerischen Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin. Seit 1972 war sie Mitglied der Metropolitan Opera New York. 1989 wurde sie Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper. Königin Elisabeth II. ernannte sie zur Dame of the British Empire.

Karan Armstrong, US-amerikanische Sopranistin, feierte ihren 70. Geburtstag. 1966 kam sie zur Metropolitan Opera New York. 1974 gab sie ihr Europa-Debüt. Es folgten große Auftritte an den Staatsopern von München und Stuttgart sowie an der Deutschen Oper Berlin. Von 1978 bis 1991 gastierte sie an der Wiener Staatsoper und feierte große Erfolge.

Edita Gruberova feierte ihren 65. Geburtstag. 1968 debütierte sie in Bratislava und folgte wenig später dem Ruf an die Wiener Staatsoper. 1988 wurde sie zum Ehrenmitglied des Hauses ernannt. Sie hatte glänzende Erfolge unter anderem bei den Salzburger Festspielen, an den Opernhäusern von Hamburg, Frankfurt a.M., an der Bayerischen Staatsoper und bei den Festspielen von Glyndebourne, an der Metropolitan Opera New York, an der Mailänder Scala und der Covent Garden Opera London.

José Carreras wurde 65. Sein offizielles Bühnendebüt 1970 hatte er am Gran Teatre del Liceu von Barcelona. Nachdem er in Barcelona zusammen mit Montserrat Caballé aufgetreten war, wurde er durch sie in seiner Karriere gefördert, die bald eine weltweite Entwicklung nahm. Regelmäßige Gastspiele führten ihn oft nach Amerika, er sang bei den Festspielen von Salzburg und war Gast an den großen Opernhäusern der Welt. 1987 erkrankte er an Leukämie und musste seine Karriere unterbrechen. 1992 trat er in den spektakulären Konzerten zur Eröffnung der Weltausstellung von Sevilla und der Olympischen Spiele von Barcelona auf und gab in den folgenden Jahren Freiluft-Konzerte zusammen mit den Tenören Plácido Domingo und Luciano Pavarotti. 1995 wurde die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung mit Sitz in München ins Leben gerufen.

Verstorben

Sena Jurinac, aus Travnik im heutigen Bosnien stammende Sopranistin, ist 90-jährig in ihrem Haus bei Augsburg gestorben. Die bereits in den 1940er- und 1950er-Jahren in Wien und anderswo gefeierte Sängerin gab ihr Debüt im Jahr 1942 in Zagreb. Karl Böhm engagierte sie daraufhin nach Wien. Als Sängerin zeichnete sie sich durch ihre Vielfalt aus: Sie wechselte zwischen dem Sopran- und dem Mezzofach und sang ein breites Spektrum der wichtigsten Opernrollen.

Montserrat Figueras, katalanische Sopranistin, ist im Alter von 69 Jahren nahe Barcelona verstorben. Mit ihrem Ehemann Jordi Savall wirkte die Sängerin in Basel, wo sie an der Schola Cantorum Basiliensis und am Konservatorium bei Kurt Widmer, Thomas Binkley und später bei Eva Kraznei ihre Ausbildung abschloss. 1974 gründeten Figueras und Savall das Ensemble Hespèrion XX, eine der bedeutendsten Formationen im Bereich der Alten Musik. Die katalanische Landesregierung hat Montserrat Figueras letztes Jahr das St.-Georgs-Kreuz verliehen, die höchste lokale Anerkennung an eine Person oder Organisation.

Helmut Müller-Brühl, Dirigent, ist Anfang Januar nach schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren verstorben. Sein Lebenswerk war das Kölner Kammerorchester, das er seit 1963 leitete. 2008/2009 hatte er sich sowohl aus dem Vorstand als auch aus dem Tagesgeschäft des Ensembles zurückgezogen, blieb ihm aber weiterhin verbunden.

Rolf Gérard, in Berlin geborener Bühnenbildner und Maler, ist im Alter von 102 Jahren gestorben. Gérard entwarf Bühnenbilder für große Opern und Musikproduktionen. Er arbeitete viele Jahre mit dem britischen Theaterregisseur Peter Brook zusammen. 1933 floh er mit seiner damaligen Lebensgefährtin Lilli Palmer vor den Nationalsozialisten nach Amerika, folgte Billy Wilder nach Hollywood und arbeitete zunächst als Filmausstatter; seit 1977 lebte er in der Schweiz.

Fakten

AUGSBURG: Der Freistaat Bayern fördert mit 45 Prozent der Gesamtkosten die Theatersanierung in Augsburg. Der dramatische Sanierungsbedarf des Hauses und eine erforderliche Planungssicherheit für das Theaterensemble waren Grund für die außergewöhnliche Höhe des Fördersatzes. Die Zusage für die Zahlung der errechneten 100 Millionen Euro ist für jede künftige Regierung bindend. Mit der Sanierung des Großen Hauses kann 2014 begonnen werden, danach wird 2018 die Freilichtbühne an der Reihe sein, von 2019 bis 2028 könnten die Gebäude für Theaterverwaltung, Werkstätten und die zweite Spielstätte für 55 Millionen Euro realisiert werden. Der Bau der Interimsspielstätte, Voraussetzung für die Sanierung des Großen Hauses, ist bereits im Gange.

BAYREUTH: Bayreuth plant ein umfangreiches Programm für das Wagner-Doppeljubiläum (200. Geburts- und 130. Todestag) rund um den Komponisten und Gründer der Opernfestspiele Richard Wagner im Jahre 2013. mit den beiden Mottos „Bayreuth 2013 – Wir sind Wagner“ und „Bayreuth 2013 – da steckt Wagner drin“. Das Programm ist für die Sommermonate vorgesehen.

BERLIN: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat den Etat des Kulturstaatsministers Bernd Neumann um 50 Millionen Euro aufgestockt. Damit darf sich Neumann – nach einer Erhöhung bereits in 2011 – über eine weitere Steigerung freuen. Schwerpunktmäßig sollen die zusätzlichen Mittel für den Denkmalschutz eingesetzt werden.

Christiane Theobald, Geschäftsführerin des Vereins „Tanz ist KLASSE!“, des Education-Programms des Staatsballetts Berlin und stellvertretende Intendantin des Staatsballetts, hat gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Zeitbild Verlags, Frank J. Richter, sowie dem Berliner Kulturstaatssekretär, André Schmitz, tanzspezifisches Lehrmaterial für Schulen vorgestellt. Ziel des Vereins und des Lehrmaterials ist es, das Thema Tanz stärker in den Kanon der Schulen einzubinden.

Die Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland erhält im Jahr 2012 eine einmalige Anschlussförderung in Höhe von bis zu 100.000 Euro aus dem Kultur-etat der Bundesregierung. Kulturstaatsminister Bernd Neumann informierte die Stiftungsvorsitzende Sabrina Sadowska nach Abschluss der Haushaltsentscheidungen 2012 über diese Entscheidung. Mit diesen Mitteln kann die Stiftung ihre operative Arbeit in der Berliner Geschäftsstelle weiter etablieren und intensivieren. Die Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland begleitet Tänzerinnen und Tänzer in jedem Stadium der Karriere und unterstützt insbesondere die berufliche Neuorientierung (Transition) am Ende der aktiven Karriere.

Sowohl die Staatsoper im Schiller Theater als auch das Staatsballett Berlin vermelden Erfreuliches über ihre Zuschauerzahlen. In der zweiten Spielzeit im Aushilfsdomizil liegt die Besucherzahl der Staatsoper mit mehr als 75.000 weit über der der vorhergehenden Saison. Die Auslastung lag bei 85,3 Prozent. Über eine Auslastung von 96 Prozent im Monat Dezember freute sich das Staatsballett. Besonders die Vorstellungen von „Schwanensee“ und „Peer Gynt“ zogen viele Besucher an. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Compagnie ihre Auslastung von insgesamt 82,6 Prozent im Jahr 2010 auf 83,4 Prozent in 2011 steigern.

Vom 15. bis 19. Februar 2012 veranstaltet die Komische Oper Berlin ein großes Kinderfestival. Junge Gäste, Schüler, Lehrer und Erzieher, Familien, Sponsoren, Partnerschulen und -orchester, Fachkollegen und alle Opernbegeisterte sind eingeladen mitzufeiern. Das Festival bietet neun Opernvorstellungen, dazu ein Begleitprogramm mit Symposion, Fortbildungen und Workshops sowie ein großes Abschlussfest.

BONN: Das neue Festspielhaus in der „Bundesstadt“ soll nun doch gebaut werden. In einer Stadtratssitzung sagte nur die Linksfraktion „Nein“ zu dem Bau, der ausschließlich durch private Mittel finanziert werden soll. 30 Millionen Euro will die Deutsche Post AG geben. Die beiden anderen Groß-Sponsoren, die ursprünglich ihre Beteiligung zugesagt hatten, Postbank und Deutsche Telekom, waren im Vorfeld abgesprungen. Der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) hat den Antrag nun erneut in den Stadtrat eingebracht, allerdings wird sich die Stadt Bonn selbst nicht an den geschätzten Kosten von 100 Millionen Euro beteiligen.

FRANKFURT: In der Frankfurter Oper ist bereits zum sechsten Mal der Deutsche Theaterpreis „Der Faust“ verliehen worden. Mit dem – undotierten – Preis wurden unter anderem Regisseur Benedikt von Peter für seine Inszenierung von „Intolleranza 1960“ an der Staatsoper Hannover (Kategorie Musiktheater) sowie Claudia Barainsky für die Darstellung der „Medea“ in Frankfurt (Kategorie Sängerdarsteller/in) ausgezeichnet. In der Kategorie „Choreografie“ machte Christian Spuck mit „Poppea/Poppea“ am Theaterhaus Stuttgart das Rennen. Giuseppe Spota wurde für seine Darstellung des Blaubart in „Blaubarts Geheimnis“ am Hessischen Staatstheater Wiesbaden als bester „Darsteller Tanz“ geehrt. 2012 wird „Der Faust“ in Kooperation mit dem Freistaat Thüringen verliehen.

HALLE: Nach anderthalb Jahren Bauzeit ist in Halle der Neubau des Metallateliers und der Kostümschneiderei der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle mit 250 Quadratmetern Nutzfläche eingeweiht worden. Die Kos-ten für den Neubau liegen bei zirka 2,3 Millionen Euro.

 
Kölner Opernhaus. Visualisierung: HPP
 

Kölner Opernhaus. Visualisierung: HPP

 

KÖLN: In seiner Sitzung vom 24. November 2011 hat der Rat der Stadt Köln den Baubeschluss für eine umfängliche Sanierung der Häuser der Städtischen Bühnen am Offenbachplatz gefasst. Die Baumaßnahmen umfassen eine denkmalgerechte Sanierung des Opernhauses sowie des Schauspielhauses, die Umwandlung des früheren Restaurants „Opernterrassen“ zu einem Kleinen Haus des Schauspiels sowie den Neubau einer eigenen Kinderoper im Untergeschoss. Kosten soll das ganze Projekt maximal 253 Millionen Euro. Am 18. Juni 2012 wird der Kölner Intendant die Häuser an die Bauleitung übergeben. Die Fertigstellung der Sanierung ist für die Spielzeit 2015/2016 vorgesehen. Nicht zuletzt das von der Initiative „Mut zur Kultur“ gestartete Bürgerbegehren hatte zu der Sanierungsentscheidung beigetragen.

MÜNCHEN: Die Münchner Bühnen haben ein neues Internetportal mit neuem Angebot entwickelt. Auf der gemeinsamen Website www.muenchen-buehnen.de präsentieren nun die Bayerische Staatsoper, die Münchner Kammerspiele, das Residenztheater, das Staatstheater am Gärtnerplatz, das Volkstheater, die Schauburg, das Metropoltheater, das GOP Varieté-Theater und die Bayerische Theaterakademie August Everding/Prinzregententheater ihr gesamtes Programm auf einen Blick. Gemeinsame Bühnenportale gibt es auch bereits in anderen Städten wie zum Beispiel in Berlin und Hamburg sowie für Theaterregionen wie das Ruhrgebiet.

WEIMAR: Das Kunstfest Weimar soll im Jahr 2012 um eine Woche verkürzt werden. Drei Jahre lang war das Kunstfest von der Kulturstiftung des Bundes mit-finanziert worden. Der Haushaltsausschuss des Bundestages lehnte eine Fortführung der Förderung durch Bundesmittel nun ab.

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