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Namen & Fakten

Personalia

Sewan Latchinian, ehemaliger Intendant des Rostocker Volkstheaters, hat vor dem Landgericht Rostock gegen seine fristlose Entlassung geklagt. Er wurde dabei prominent von Gregor Gysi vertreten. Latchinian hatte im Sommer 2016 die zweite fristlose Kündigung erhalten, nachdem es zuvor Querelen um die zukünftige Gestaltung und Finanzierung des Theaters gegeben hatte. Im Dezember hat das Landgericht der Klage stattgegeben und die Kündigung für ungültig erklärt. Die von Latchinian begangene Verletzung der Verschwiegenheitspflicht sah das Gericht nicht als ausreichenden Grund für eine fristloste Kündigung an.

Marcus Creed hat seinen Vertrag als Chefdirigent des SWR Vokalensembles bis zum Ende der Saison 2019/2020 verlängert. Seit 2003 hat Marcus Creed die Leitung des international renommierten Ensembles inne. Seine CD-Einspielungen mit dem Ensemble erhielten in dieser Zeit insgesamt 17 Auszeichnungen, unter anderem den „Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik“, den „Choc de la musique“ und vier Mal den Echo Klassik.

Michael Kaufmann, seit 2009 Intendant des Kurt-Weill-Festes in Dessau, gibt seinen Posten vorzeitig zum Ende des diesjährigen Festivals im März auf. Kaufmann, der seit 2011 auch Intendant der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ist, machte „persönliche Gründe“ geltend. In Ludwigshafen steht eine Strukturreform und die Suche nach einem neuen Chefdirigenten an. Diesen Aufgaben will sich Kaufmann jetzt intensiv widmen.

Anthony Bramall und Intendant Josef E. Köpplinger. Foto: Christian POGO Zach

Anthony Bramall und Intendant Josef E. Köpplinger. Foto: Christian POGO Zach

Anthony Bramall, derzeit Stellvertretender Generalmusikdirektor an der Oper Leipzig, wird ab der Spielzeit 2017/2018 neuer Chefdirigent am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Er war dort bereits mehrfach als Gastdirigent engagiert. Bramall wird Nachfolger von Marco Comin, dessen Vertrag nicht verlängert worden war. Staatsintendant Josef E. Köpplinger erklärte, er freue sich auf eine gemeinsame spannende Zeit mit dem neuen GMD.

Sabrina Sadowska, Ballettbetriebsdirektorin und 1. Ballettmeisterin der Städtischen Theater Chemnitz, soll ab der kommenden Saison die Position der Ballettdirektorin übernehmen und dabei die alleinige Verantwortung für den künstlerischen und personellen Bereich haben. Reiner Feistel, derzeit Chefchoreograf und künstlerischer Leiter, soll als Hauschoreograf dem Ballett Chemnitz weiterhin verbunden bleiben. Ziel der Veränderung sei es, dem Publikum eine größere Bandbreite an Ballettproduktionen anzubieten, die vom klassischen Handlungsballett über zeitgenössische Tanzabende bis hin zu Nischenproduktionen reichen sollen.

Guillermo García Calvo wird neuer Generalmusikdirektor der Chemnitzer Oper. Calvo debütierte 2003 als Operndirigent im Schlosstheater Schönbrunn. Seitdem ist er regelmäßig zu Gast an der Wiener Staatsoper. Gastdirigate führten ihn unter anderem auch an die Deutsche Oper Berlin, die Oper Bukarest und die Opera di Firenze. Er arbeitete außerdem mit Orchestern wie dem London Symphony, dem Orchester des Maggio Fiorentino, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, den Hamburger Symphonikern und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin.

Bogdan Roscic wird neuer Direktor der Wiener Staatsoper und damit Nachfolger von Dominique Meyer. Der heute 52-Jährige zog im Alter von zehn Jahren mit seiner Familie von Belgrad nach Linz. Er war unter anderem freier Mitarbeiter bei der Wiener Tageszeitung „Die Presse“, dort schwerpunktmäßig für die Themen Medien und Popmusik zuständig. Später wechselte er zum Wiener „Kurier“, dann wurde er Senderchef beim Radiosender Ö3. 2009 wurde er Präsident von Sony Music Classical. Roscic wird das neue Amt 2020 antreten.

Jochen Sandig wird ab 2019 geschäftsführender Intendant der Ludwigsburger Schloss-festspiele. Der gebürtige Esslinger folgt Thomas Wördehoff, der das Festival seit 2010 leitete. Sandig wird das Programm der Festspielsaison 2020 erstmals verantworten.

Donald Runnicles hat seinen Vertrag als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin verlängert. Damit bleibt das Leitungsteam des Hauses an der Bismarckstraße bis 2022 in der jetzigen Formation erhalten. Runnicles ist seit 2009 GMD an der Deutschen Oper. Daneben ist er Musikalischer Leiter des Grand Teton Music Festivals in Jackson, Wyoming, USA sowie Erster Gastdirigent des Atlanta Symphony Orchestra und Gastdirigent an vielen international führenden Opernhäusern.

Hasko Weber, seit 2013 Intendant und Geschäftsführer des Deutschen Nationaltheaters Weimar, hat seinen Vertrag bis 2023 verlängert. Der 53-jährige Weber war Schauspieldirektor am Staatsschauspiel Dresden und Intendant am Staatstheater Stuttgart, bevor er 2013 nach Weimar kam, um hier als Generalintendant das Deutsche Nationaltheater und die Staatskapelle Weimar zu leiten.

Andrea Sanguineti, Generalmusikdirektor am GerhartHauptmann-Theater Görlitz-Zittau und Chefdirigent der Neuen Lausitzer Philharmonie, wird seinen Vertrag über 2018 hinaus nicht verlängern. Sanguineti ist seit 2013 am Gerhart-Hauptmann-Theater. Zuvor war der gebürtige Italiener neben zahlreichen Gastdirigaten Erster Kapellmeister und Stellvertretender GMD am Mainfranken Theater Würzburg.

Ausgezeichnet

Herbert Blomstedt, schwedischer Dirigent, wurde mit dem mit 10.000 Euro dotierten Brahmspreis 2017 ausgezeichnet, den die Brahmsgesellschaft Schleswig-Holstein vergibt. Blomstedt bereichere und beeindrucke seit mehr als sechs Jahrzehnten mit herausragenden dirigentischen Leistungen das Konzertpublikum, heißt es in der Begründung.

Jana Baumeister hat den Bundeswettbewerb Gesang 2016 in der Kategorie Oper/Operette/Konzert gewonnen. Die 28-jährige Sopranistin setzte sich gegen 250 Mitbewerber durch und durfte sich über ein Preisgeld von 10.000 Euro freuen. Die gebürtige Würzburgerin arbeitet seit zwei Jahren als festes Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt.
David Fischer, Tenor, hat den mit 12.000 Schweizer Franken dotierten zweiten Preis beim Genfer Musikwettbewerb gewonnen. Ein erster Preis wurde im Gesang nicht vergeben. Fischer wurde auch mit dem Publikumspreis, mit dem Preis Junges Publikum, mit dem Studentenpreis sowie mit dem Yvonne Sigg Preis ausgezeichnet.

Vivica Genaux, us-amerikanische Mezzosopranistin, wird mit dem Händel-Preis der Stadt Halle 2017 ausgezeichnet. Die 47-Jährige trat erstmals 2011 bei den Händel-Festspielen auf und ist Gast an vielen internationalen Häusern. Der Händel-Preis ist undotiert. Geehrt werden Persönlichkeiten und Ensembles für herausragende künstlerische, wissenschaftliche oder kulturpolitische Leistungen, soweit diese in einem Zusammenhang mit der Händel-Pflege stehen.

Geburtstage

José Carreras, spanischer Tenor, feierte seinen 70. Geburtstag. Carreras begann zunächst ein Chemie-Studium, wechselte aber bald zum Gesang. Sein Debüt gab er 1970 in Barcelona und machte bald eine steile Karriere. Gastspiele führten ihn an alle großen Bühnen der Welt. 1990 trat er gemeinsam mit Luciano Pavarotti und Plácido Domingo bei der Fußball-Weltmeisterschaft auf; anschließend tourten die drei Sänger als die „Drei Tenöre“ durch die ganze Welt. 1987 wurde bei Carreras Leukämie diagnostiziert. Seither engagiert er sich im Kampf gegen den Blutkrebs und gründete dafür eine eigene Stiftung.

Edita Gruberová feierte ihren 70. Geburtstag. Die in Bratislava geborene Sopranistin emigrierte nach dem „Prager Frühling“ 1971 nach Wien. Ihren internationalen Durchbruch erlebte sie ab 1974 mit Auftritten bei den Festspielen von Glyndebourne und Salzburg. Im Anschluss war sie auf den großen internationalen Bühnen zu Gast. Sie arbeitete mit fast allen großen Dirigenten zusammen und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Unter anderem wurde sie zur österreichischen und bayerischen Kammersängerin ernannt, ist Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper und wurde mit dem Herbert-von-Karajan-Musikpreis ausgezeichnet.

Verstorben

Jutta Vulpius, Sopranistin, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Vulpius debütierte 1954 an der Komischen Oper Berlin. Walter Felsenstein prägte ihre Karriere entscheidend. 1956 wechselte sie an die Staatsoper Unter den Linden, der sie bis 1991 angehörte. 1959 wurde sie mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet. Vulpius war Gast an vielen Häusern der Welt und sang auch bei den Bayreuther Festspielen. Neben ihrer Operntätigkeit war sie auch als Konzert-, Lied- und Oratoriensängerin erfolgreich.

Rudolf Hanisch. Foto: Theater Erfurt

Rudolf Hanisch. Foto: Theater Erfurt

Rudolf Hanisch, Tänzer und Choreograf, starb im Alter von 73 Jahren. Hanisch war mehr als 40 Jahre lang fest am Theater Erfurt beschäftigt. Nach seiner Ausbildung an der staatlichen Ballettschule Berlin von 1958 bis 1963 hatte er ein erstes Engagement am Landestheater Altenburg, bevor er 1967 nach Erfurt verpflichtet wurde. Hier arbeitete er als Solotänzer, ab 1982 auch als Trainings- und Ballettmeister, Ende der 1980er-Jahre als stellvertretender Ballettdirektor und ab 2002 als Mitarbeiter im künstlerischen Betriebsbüro. Auch nach Auflösung der Ballettsparte (2003) und seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2008 blieb Hanisch dem Theater treu und arbeitete vielfach als Choreograf.

Gisela May, Schauspielerin und Sängerin, ist im Dezember im Alter von 92 Jahren gestorben. May war weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. In ihrer langen Karriere war sie vielen Bühnen Berlins verbunden. Geboren in Wetzlar, kam sie 1951 an das Deutsche Theater Berlin und wechselte 1962 an das Berliner Ensemble, dem sie 30 Jahre lang angehörte. Neben ihrer Schauspielkarriere machte sich May als Diseuse einen Namen. Hanns Eisler entdeckte sie und baute sie als Brecht-Interpretin auf. May war Nationalpreisträgerin der DDR und Mitglied der Akademie der Künste. Gastspielreisen durch ganz Europa, durch Amerika und Australien führten sie unter anderem nach New York an die Carnegie Hall, an das Opernhaus Sydney und die Mailänder Scala.

Georges Prêtre, französischer Dirigent, ist im Alter von 92 Jahren gestorben. 22-jährig dirigierte er bereits an der Marseiller Oper und wurde bald GMD der Pariser Oper, dann der Opéra Comique in Paris. Als 1966 die Met in New York wiedereröffnet wurde, übernahm Prêtre das Dirigat des Eröffnungskonzerts. 1986 wurde er Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker und war Gastdirigent bei den großen Orchestern der Welt. Er engagierte sich vor allem für französische Musik. Georges Prêtre erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Fakten

BAYREUTH: Erst im Herbst 2017 kann die Sanierung des Festspielhauses fortgesetzt werden. Damit verlängert sich der Gesamtzeitraum der Sanierungsarbeiten weiter. Nun wird mit einer Fertigstellung bis 2026 gerechnet. Der Baubeginn für die zweite Phase sei nicht früher möglich gewesen, da die entsprechenden Mittel nicht freigegeben worden seien, heißt es in einer Erklärung der Festspiele. Insgesamt sind für die Sanierung etwa 30 Millionen Euro angesetzt, die 2017 beginnende Phase soll 7 Millionen Euro kosten. Eine Erhöhung der Sanierungskosten wird allerdings nicht ausgeschlossen.

BERLIN: Neuer Senator für Kultur das Landes Berlin ist Klaus Lederer von der Linken. In den zehn Jahren zuvor hatte es kein eigenständiges Kulturressort gegeben. Die Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit und Michael Müller, hatten das Ressort selbst verantwortet und lediglich einen Kulturstaatssekretär eingesetzt. Lederer ist promovierter Jurist und seit 2003 Mitglied des Abgeordnetenhauses. Dort war er bisher rechtspolitischer Sprecher seiner Fraktion.

Im ehemaligen Kraftwerk Mitte ist nun die Dresdner Staatsoperette zu Hause. Foto: Margot Ehrlich

Im ehemaligen Kraftwerk Mitte ist nun die Dresdner Staatsoperette zu Hause. Foto: Margot Ehrlich

DRESDEN: Mit einer feierlichen Eröffnungsgala ist das neue Domizil der Staatsoperette Dresden eingeweiht worden. Im ehemaligen Kraftwerk Mitte in unmittelbarer Nähe zur Dresdner Musikhochschule, nur wenige Gehminuten vom Zwinger und der Semperoper entfernt, findet das traditionsreiche Ensemble eine neue Heimstatt. Neben der Staatsoperette sind im Kraftwerk auch das Jugendtheater und das Puppenspiel untergebracht. Die Eröffnungsgala umfasste die bunte Palette an Musikstilen, die typisch sind für das vielfältige Repertoire der Staatsoperette.

FÜSSEN: Das Festspielhaus Füssen hat bereits mehrfach Insolvenzen der jeweiligen Betreiber erlebt. Nach der jüngsten Insolvenz konnte es nun erneut gerettet werden. Die neuen Investoren wollen den Theaterbetrieb voraussichtlich im März 2017 wieder aufnehmen und auch viele Mitarbeiter übernehmen. Zuvor muss das Haus jedoch renoviert werden.

HALLE: Der von der Kulturstiftung des Bundes bereits viermal ausgerichtete internationale Tanzkongress wird als kultureller „Leuchtturm“ gefördert. Der Tanzkongress findet regelmäßig alle drei Jahre an wechselnden Orten in Deutschland statt – zuletzt war er vom 16. bis 19. Juni 2016 in Hannover zu Gast. Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren als publikumswirksames Festival, internationale Leistungsschau, interdisziplinäre Forschungsstätte, als Ideenwettbewerb und Koproduktionsmarkt profiliert. Die von der Kulturstiftung des Bundes geförderten „Leuchtturmprojekte“ können nun bis 2022 sicher mit finanzieller Unterstützung rechnen.

SALZBURG: Die Salzburg Biennale, ein erst seit 2009 stattfindendes Festival für Neue Musik, wird eingestellt. Gegründet worden war die Biennale auf Initiative von Hans Landesmann, dem ehemaligen kaufmännischen Leiter der Salzburger Festspiele. Der Entschluss hat wohl auch mit dem Rücktritt des neuen künstlerischen Leiters Siegfried Mauser zu tun. Mauser, der wegen des Vorwurfs sexueller Nötigung vor Gericht stand, war zuvor bereits als Rektor des Mozarteums zurückgetreten. Das durch Einstellung der Biennale freigewordene Geld soll in neue Projekte zeitgenössischer Kunst fließen.

WIESBADEN: Die Tänzerinnen und Tänzer des Hessischen Staatsballetts erhalten für diese Spielzeit um rund 130 Euro monatlich erhöhte Gagen. In den nächsten zwei Spielzeiten werden diese um jeweils rund weitere 100 Euro angehoben. Die Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA), die für die Tänzerinnen und Tänzer mit dem Hessischen Staatstheater verhandelt hatte, betrachtet diesen Erfolg allerdings lediglich als „einen ersten Schritt, dem weitere folgen müssen“. Dabei gehe es auch um zumutbare Arbeitsbedingungen. Der Wechsel zwischen den Häusern in Darmstadt und Wiesbaden habe häufige Abwesenheiten zur Folge, daraus wiederum ergeben sich fehlende Regenerationsphasen und eine steigende Verletzungsgefahr sowie eine mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hier könne eine Verbesserung nicht durch eine Gagenanhebung erreicht werden, sondern nur durch weitergehende Regelungen zur Verbesserung der Arbeitsorganisation.

TRIER: Die Stadt Trier hat das Dienstverhältnis mit dem Intendanten des Theaters Trier, Karl M. Sibelius, zum 30. November beendet. Der Stadtrat traf die Entscheidung mit 42 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und vier Enthaltungen. Auch die Abwahl des Kulturdezernenten Thomas Egger wurde beschlossen. Beide Entlassungen erfolgten auf Grund der katastrophalen Finanzsituation des Theaters, die Sibelius zur Last gelegt wird. Erst im Sommer war der Intendanten-Vertrag um vier Jahre verlängert worden, so dass nun über eine Abfindung mit Sibelius verhandelt werden muss.

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