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Die
Zeitschrift für neugierige Musikfreunde: Nachrichten aus
den deutschen Opernhäusern und Tanztheatern, kulturpolitische
Kommentare, ausführliche Porträts, Berichte und die aktuelle
Kritik im Überblick. Ständig auf dem neuesten Stand in
Zusammenarbeit mit dem Kulturinformationszentrum (KIZ) der neuen musikzeitung.
Dazu
fundierte Service-Informationen: Premieren
und Besetzungen, Festspiele und Wettbewerbe, spezieller Stellenmarkt
für Musiktheater und Tanz, Bühnenarbeits-
und Sozialrecht, Berufs- und Verbandspolitik.
Oper
&Tanz" als Print-Ausgabe unterrichtet
Sie fünf Mal im Jahr gründlich und umfassend.

Download des ganzen Heftes 2026/03 als PDF (ca. 3 MB)
TITELBILD: VÖLLIG LOSGELÖST
Das Paar steht einfach da, selbstbewusst, breitbeinig, mit starrem Blick. Die Situation ist alltäglich – und zugleich höchst surreal. Denn die beiden Menschen schweben. Wie im Traum haben sie den Boden unter den Füßen verloren. Den flüchtigen Höhepunkt ihres gemeinsamen Sprungs (Carollina Bastos und Osiel Gouneo in „Cacti“) hat das Foto eingefroren, als hätte die Schwerelosigkeit der Körper keinerlei Übung und Anstrengung bedurft. Nur Fliegen scheint schöner als Tanzen. Zu erleben war diese magische Zehntelsekunde im Dreiteiler „Common Ground“ bei der Ballettfestwoche des Bayerischen Staatsballetts. Weitere Aufführungen bis November. Foto: Nicholas MacKay
AUSGABE 3/2026
Vom Aufbau zum Abriss?
Editorial von Rainer Nonnenmann
Kulturpolitik
Brennpunkte
Theater Chemnitz – Tod auf Raten?
„Das Theater steht an einem Scheidepunkt“
Auf ein Wort mit dem geschäftsführenden Direktor der Bayreuther Festspiele Heinz-Dieter Sense
Hintergrund
Das grässliche Lachen alten Golds
Aspekte aus 150 Jahren Deutungsgeschichte von Wagners „Ring des Nibelungen“
Neustart am Hamburg Ballett?
Ein verschwitzter und wundgetanzter Tänzer ist ein glücklicher Tänzer
Berichte
Vom interaktiven Kind zum Performance-Greis
Die 20. Münchener Biennale für neues Musiktheater 2026 unter neuer Doppelspitze
Folkloristische Märchen-Nazis
Uraufführung von Philipp Krebs’ Oper „Zornfried“ am Staatstheater Kassel
Schuss geht nach hinten los
„Der Freischütz“ als Anti-AfD-Belehrstück in Bonn
Exzeptionelle Aufführungen und Mutlosigkeit
Wagner, Mallwitz, Mäkelä und Concertgebouw bei den Osterfestspielen Baden-Baden
Wild und rund!
„Common Ground“ des Bayerischen Staatsballetts bei der Ballettfestwoche
Macht, Liebe, Klangrausch
John Adams’ „Antony and Cleopatra“ in Koblenz
Versprechen brechen
Enttäuschende Uraufführung von Sara Glojnarićs „Station Paradiso“ in Stuttgart
Apotheotische Schockstarre
Grandiose Erstaufführung von Pascal Dusapins Kleist-Oper „Penthesilea“ in Hannover
Ergebnisoffene Endzeiterzählung
„Die Walküre“ von Paul-Georg Dittrichs „Ring“-Inszenierung in Köln
Prädikat Sehenswert
„The Lodger“ von Phyllis Tate in Wuppertal
Sinnestaumel
Neuer Ballett-Dreiteiler „Rock to Heaven“ des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Oper & Tanz aktuell
VdO-Nachrichten
Kein Grund zur Sorge bei der VddB +++ Aufnahme von Verhandlungen über den HTV Frankfurt/M. +++ Stocken der Verhandlungen zu Tarifanpassungen im TV-L und TV-H +++ Aktualisierung der Kontaktdaten
Rezensionen
Drama und Revolution
Laurenz Lüttekens Annäherungen an Richard Wagners „Ring“
Service
Die Service-Rubriken:
// Editorial // Schlagzeilen // Namen und Fakten // VdO-Nachrichten //
// Spielplan-Premieren 2025/2026 (pdf)
// Oper&Tanz im TV
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· Von Rainer Nonnenmann
Vom Aufbau zum Abriss?

Rainer Nonnenmann. Foto: privat
1945 waren die Städte zerstört sowie Kunst und Kultur gleich doppelt ruiniert. Rund zwei Millionen Tonnen Bomben, die über Deutschland abgeworfen wurden, hatten Museen, Theater, Konzert- und Opernhäuser in Schutt und Asche gelegt; und was während der zwölfjährigen Nazi-Diktatur in den Häusern gezeigt, gesagt und gespielt wurde, war durch die nationalsozialistische Führer-, Volks- und Rassenideologie ebenfalls verbrannt. Die junge Nachkriegsavantgarde versuchte deswegen Tabula rasa zu machen. Karlheinz Stockhausen pries damals die Situation seiner Generation als Glücksfall: „Die Städte sind radiert, und man kann von Grund auf neu anfangen ohne Rücksicht auf Ruinen und geschmacklose Überreste.“ Zugleich wurden direkt nach Kriegsende wieder die ersten Orchester und Ensembles formiert, Trümmer beseitigt, das öffentliche Leben neu organisiert und dann während des „Wirtschaftswunders“ die Theater und Opernhäuser auf- und neugebaut. Nach Faschismus, Holocaust und Krieg schuf man in den jungen deutschen Teilstaaten in West wie Ost unter verschiedenen politischen Vorzeichen wieder Orte der kollektiven ästhetischen Selbstbespiegelung. (…)
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