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Namen & Fakten

Personalia

Lode Devos. Foto: Theater Chemnitz

Lode Devos. Foto: Theater Chemnitz

Lode Devos, Ballettdirektor der Städtischen Theater Chemnitz, beendet seine Tätigkeit zum Ende der Spielzeit im Juli 2013. Das sei das Ergebnis eines Vergleichs, den das Bühnenschiedsgericht Chemnitz vorgeschlagen habe und der nun von beiden Seiten angenommen wurde, heißt es in einer Pressemeldung des Theaters. Lode Devos war seit 2006 Ballettdirektor in Chemnitz. Er will sich laut der Meldung neuen künstlerischen Herausforderungen stellen. Das Ballett wird künftig von Chefchoreograf Reiner Feistel geleitet, unterstützt von Sabrina Sadowska als Ballettbetriebsdirektorin.

Andrea Sanguineti, zurzeit Ers-ter Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Mainfranken Theater Würzburg, wird ab der Spielzeit 2013/2014 Generalmusikdirektor am Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau. Zum Ende der laufenden Spielzeit verlässt der derzeitige GMD Eckehard Stier die Neue Lausitzer Philharmonie auf eigenen Wunsch. Der gebürtige Italiener Sanguineti studierte in Genua, Wien und Mailand. Sein erstes Festengagement in Deutschland führte ihn im Jahr 2007 als Kapellmeister an die Staatsoper Hannover.

Mariss Jansons hat seinen Vertrag als Chefdirigent von Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks bis Ende August 2018 verlängert. Der gebürtige Lette, der soeben mit dem Ernst von Siemens Musikpreis ausgezeichnet wurde, ist seit 2003 Chefdirigent der beiden Klangkörper.

Nike Wagner, Urenkelin des Komponisten Richard Wagner, wird neue Intendantin des Beet-hovenfestes in Bonn. Sie folgt damit zum 1. Januar 2014 auf die derzeitige Intendantin Ilona Schmiel, die zur Tonhalle Zürich wechselt. Wagner ist seit 2004 Intendantin des Kunstfests Weimar, beendet aber in diesem Jahr ihre dortige Tätigkeit. Außerdem wurde sie zur Honorarprofessorin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg berufen.

Simon Halsey, Chefdirigent des Rundfunkchores Berlin, wird seinen Vertrag nach Ende der aktuellen Laufzeit im Sommer 2016 nicht verlängern. Halsey ist seit 2001 beim Rundfunkchor. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Chor zu einem weit über deutsche Grenzen hinweg anerkannten Ensemble. Zahlreiche Auszeichnungen sind – unter anderem – das Ergebnis. So wurde der Chor 2008, 2009 und 2011 mit dem Grammy Award ausgezeichnet. Mit der Compagnie von Sasha Waltz arbeitete Halsey ebenso zusammen wie mit den Berliner Philharmonikern und Simon Rattle. Halsey rief außerdem zahlreiche Community-Projekte ins Leben, wie die Mitsingkonzerte, die inzwischen vielfach nachgeahmt werden. Halsey begründete die Entscheidung damit, dass es für ihn Zeit sei, wieder näher bei seiner Familie zu leben.

Roland May, Generalintendant des Theaters Plauen-Zwickau, hat seinen im Juli 2014 auslaufenden Vertrag um fünf Jahre verlängert. May ist seit 2009 in Plauen-Zwickau. Von 2001 bis 2009 war er Intendant und Geschäftsführer des Gerhart-Hauptmann-Theaters Zittau. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Theaters Jens Heinzig betonte, mit der Vertragsverlängerung legten der Aufsichtsrat und die Gesellschafter des Theaters ein eindeutiges Bekenntnis für eine Weiterführung des Theaters nach dem Auslaufen des derzeit gültigen Grundlagenvertrages 2015 zwischen den Trägerstädten ab.

Volker Arnold, seit 2009 Geschäftsführer des Theaters Plauen-Zwickau, hat seinen bis 2014 laufenden Vertrag ebenfalls – unbefristet – verlängert. Arnold ist gebürtiger Dresdner, ehemaliges Mitglied des Dresdner Kreuzchores und studierter Kulturökonom.

Daniel Karasek, Generalintendant des Theaters Kiel, hat seinen Vertrag bis zum Jahr 2020 verlängert. GMD Georg Fritzsch verlängerte ebenfalls – bis 2019. Die Entscheidung wurde sowohl im Verwaltungsrat als auch im Hauptausschuss einstimmig getroffen. Somit bleibt der Vorstand des Theaters Kiel gemeinsam mit dem kaufmännischen Direktor Jörn Sturm in seiner bisherigen Besetzung unverändert im Amt.

Johan Simons, 66-jähriger The-atermanager und Regisseur, wird neuer Intendant der Ruhrtriennale. Er übernimmt das Amt 2015 als Nachfolger von Heiner Goebbels. Die Position des Intendanten wird jeweils für drei Jahre vergeben. Simons ist seit 2010 Künstlerischer Leiter der Münchner Kammerspiele. Der gebürtige Niederländer arbeitete unter anderem an der Stads-schouwburg Amsterdam, an den Münchner Kammerspielen, am Schauspielhaus Zürich, an der Opéra National de Paris, bei den Salzburger Festspielen und dem Festival d‘Avignon. Von 2005 bis 2010 war er Künstlerischer Leiter des NTGent.

Alexander Pereira wird neuer Intendant der Mailänder Scala und damit Nachfolger von Stéphane Lissner, der 2015 an die Pariser Oper wechselt. Pereira war erst im vergangenen Jahr Festspielleiter in Salzburg geworden, dort aber schnell auf Kritik gestoßen. Sein konventionelles und kommerziell ausgerichtetes Programm war vielfach beanstandet worden. Zudem gab es Streit mit dem Kuratorium der Festspiele um die Finanzierung der Festspiele. Nach dem Bekanntwerden von Pereiras Plänen hatte Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden eine Doppelfunktion in Mailand und Salzburg sofort für ausgeschlossen erklärt. Wie es in Salzburg nun weitergeht, ist noch unklar.

Holger Schultze. Foto: Philipp Ottendoerfer

Holger Schultze. Foto: Philipp Ottendoerfer

Holger Schultze, Intendant des Theaters und Orchesters Heidelberg, hat seinen Vertrag verlängert. Er bleibt somit über das Jahr 2016 hinaus in der Stadt am Neckar. Der studierte Germanist und Theaterwissenschaftler ist seit Beginn der Spielzeit 2011/12 in Heidelberg. Zuvor war er Intendant des Theaters Osnabrück. Holger Schultze ist Mitglied im Vorstand der Intendantengruppe sowie seit November 2011 Vorsitzender des Künstlerischen Ausschusses im Deutschen Bühnenverein.

Dennis Russell Davies, Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel, hat seinen Vertrag um zwei Jahre bis Ende der Saison 2015/16 verlängert. Der amerikanisch-österreichische Dirigent ist seit 2009 Chefdirigent des SOB. Von 1995 bis 2006 war er Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters und seit 2002 ist er Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz und Opernchef am Landestheater Linz.

Sewan Latchinian, seit 2004 Intendant der Neuen Bühne Senftenberg, wird ab 1. September 2014 neuer Intendant am Volkstheater Rostock und verantwortet damit dort die künstlerische Leitung der vier Sparten Oper, Schauspiel, Tanz und Orchester.
Cecilia Bartoli verlängert ihren Vertrag als künstlerische Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele bis 2016. 2013 erreichte das Frühlingsfestival einen neuen Besucher- und Einnahmerekord.

Ausgezeichnet

Jessica Iwanson, in Stockholm geborene Tänzerin, Choreografin und Pädagogin, wurde mit dem schwedischen Tanzpreis ausgezeichnet. 2007 hat Iwanson in München Deutschlands erste Stiftung für zeitgenössischen Tanz errichtet. Neben ihrer Arbeit in Deutschland war sie immer auch in Skandinavien aktiv. 1967 tanzte die damals 19-Jährige eine Saison im schwedischen „Cramér-Baletten“. Später leitete sie Produktionen an vielen skandinavischen The-atern. Ivo Cramér hatte vor seinem Tod eine Stiftung ins Leben gerufen, die seit 2011 herausragende Persönlichkeiten mit einer goldenen Medaille, dem schwedischen Tanzpreis, auszeichnet. Bisherige Preisträger waren die schwedische Prinzessin Christina, die norwegische Regisseurin Edith Roger und der Choreograf Mats Ek.

John Neumeier, Ballettintendant und Chefchoreograf des Hamburg Ballett, wird – im Jahr seines 40. Dienstjubiläums – mit dem „Prix Benois de la Danse 2013“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Als erster Choreograf hatte Neumeier den Preis bereits für seine Choreografie „Fens-ter zu Mozart“ im Jahr 1992 erhalten. Nun wird er ein zweites Mal geehrt. Der Preis wird jährlich während einer Gala im Moskauer Bolschoi-Theater vergeben. Die Auszeichnung ist nach dem Theaterkünstler, Maler und Schriftsteller Alexandre Benois benannt, der mit seinem Werk großen Einfluss auf die Ballettkunst ausgeübt hat.

Lorin Maazel, Dirigent, ist mit der Ehrenmitgliedschaft der Wiener Staatsoper sowie dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet worden. Neben seinen Leistungen um die österreichische Kultur werden auch sein Engagement für zeitgenössische Kunstformen und sein Einsatz für junge Künstler gewürdigt. Seit der Saison 2012/2013 leitet Maazel die Münchner Philharmoniker, sein Vertrag in der bayerischen Landeshauptstadt soll über drei Jahre laufen.

Christoph Späth, hier im „Freischütz“ an der Komischen Oper mit Alexey Tikhomirow als Eremit. Foto: Komische Oper

Christoph Späth, hier im „Freischütz“ an der Komischen Oper mit Alexey Tikhomirow als Eremit. Foto: Komische Oper

Christoph Späth, Tenor, ist mit dem Ehrentitel „Berliner Kammersänger“ ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde am 9. Juni im Rahmen der Premiere von„Ball im Savoy“ in der Komischen Oper Berlin verliehen. Späth ist langjähriges Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin und wird für seine herausragenden künstlerischen Leistungen gewürdigt.

Tara Erraught, 26-jährige Mezzosopranistin, erhält vom Bay-erischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst die Auszeichnung „Pro meritis scientiae et litterarum“. Diese Auszeichnung wird seit 2000 verliehen, Erraught ist die bisher jüngste Preisträgerin. 2008 wurde sie von der Bayerischen Staatsoper für das Opernstudio engagiert, seit 2010 hat sie einen Festvertrag.

Franz Welser-Möst, österreichischer Dirigent, ist neuer Träger des „Goldenen Mozartrings“ der Mozartgemeinde Wien, der 1995 gestiftet wurde. Der Ring wird alle fünf Jahre weitergegeben. Mit der Auszeichnung werden Persönlichkeiten gewürdigt, die sich um das Werk Wolfgang Amadeus Mozarts und dessen Interpretation verdient gemacht haben. 2004 gastierte Welser-Möst erstmals bei den Salzburger Festspielen. Seit 2010 leitet er die Wiener Staatsoper als Generalmusikdirektor neben Direktor Dominique Meyer.

Kristiina Poska, Kapellmeisterin an der Komischen Oper Berlin, gewinnt in diesem Jahr als erste Frau den Deutschen Dirigentenpreis. Sonderpreise in Höhe von 10.000 Euro gehen an Eun Sun Kim, freischaffende Dirigentin, und Ivo Hentschel, Dirigent am Theater Heidelberg. Der Deutsche Dirigentenpreis wird alle zwei Jahre auf Initiative der BHF-Bank-Stiftung und des Deutschen Musikrats in Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus Berlin verliehen.

Lahav Shani, israelischer Dirigent, hat den 4. Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb der Bamberger Symphoniker gewonnen. Er erhält ein Preisgeld von 20.000 Euro. Tung-Chieh Chuang aus Taiwan und David Danzmayr aus Österreich erreichten gemeinsam den mit 10.000 Euro dotierten zweiten Platz. Die Preise werden im Rahmen des Preisträgerkonzerts mit den Bamberger Symphonikern unter Chefdirigent Jonathan Nott vergeben. Lahav Shani konzertierte als Solist bereits mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta. Der Internationale Gus-tav-Mahler-Dirigentenwettbewerb wurde 2004 von den Bamberger Symphonikern und ihrem Chefdirigenten Jonathan Nott gegründet und findet seitdem alle drei Jahre statt.

Elina Garanca, lettische Mezzosopranistin, erhielt den Titel „Österreichische Kammersängerin“. Garanca ist seit 2003 an der Wiener Staatsoper engagiert und avancierte während ihrer internationalen Karriere zum Publikumsliebling. Sie trat auch regelmäßig an der Metropolitan Opera New York, dem Royal Opera House Covent Garden und den Salzburger Festspielen auf.

Geburtstage

Antonia Fahberg, Sopranistin, feierte ihren 85. Geburtstag. Sie kam nach ihrem Debüt in Innsbruck an die Bayerische Staatsoper, wo sie von 1952 an 25 Jahre lang engagiert war. Daneben erreichte sie einen hohen Bekanntheitsgrad als Konzert- und Oratoriensängerin, unter anderem als Solistin beim Münchener Bachchor.

Helmuth Rilling, Dirigent, Organist, Ensembleleiter und Hochschullehrer, feierte seinen 80. Geburtstag. Als erster Dirigent spielte er alle geistlichen Bach-Kantaten ein. Mit seinen Ensembles, der Gächinger Kantorei und dem Bach-Collegium Stuttgart, feierte er auf der ganzen Welt Erfolge. Seit 1963 ist Rilling Kirchenmusikdirektor in Stuttgart. 1970 wurde er Professor für Chorleitung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Außerdem gehört er zu den Mitbegründern des Oregon Bach Fes-tivals sowie der Internationalen Bachakademie Stuttgart.

Ekkehard Wlaschiha feierte seinen 75. Geburtstag. Er debütierte 1961 am Thüringischen Landestheater in Gera und war von 1970 bis 1983 Mitglied des Opernhauses Leipzig. Von 1982 bis 1992 war er Mitglied der Berliner Staatsoper. International bekannt wurde er nach seinem Debüt in Bayreuth im Jahre 1986, Auftritten an der Bayerischen Staatsoper und seinem Debüt an der Wiener Staatsoper. Seit 1993/94 war er Mitglied der Bay-erischen Staatsoper.

Colette Lorand, Koloratur-Sopranistin, wurde kürzlich 90 Jahre alt. Sie stand 40 Jahre lang auf den großen Opernbühnen. Sie startete ihre Karriere in Basel, um dann Ensemblemitglied erst an der Oper Frankfurt, später an der Hamburger Staatsoper zu werden. Anschließend war sie Gast an vielen großen Häusern. Neben ihren Paraderollen als Salome und Königin der Nacht sang Lorand auch viele zeitgenössische Opern. 1982 verabschiedete sich die gefeierte Sängerin von der Bühne.

Verstorben

Bruno Bartoletti, italienischer Dirigent und früherer Leiter der Opern von Kopenhagen und Chicago, ist einen Tag vor seinem 87. Geburtstag in Florenz verstorben. Er galt als Meister des italienischen Repertoires sowie der zeitgenössischen Musik. Bei den großen Festivals der Welt, zum Beispiel in Salzburg oder Aix-en-Provence, war er ein gern gesehener Gast.

Fakten & Nachrichten

BAYREUTH: In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hat Katharina Wagner, Leiterin der Bayreuther Festspiele, sich unter anderem zur Kartenvergabe und zur Finanzsituation des Hauses geäußert. Nach einer Umstrukturierung der Vergabepraxis, so Wagner, liege die durchschnittliche Wartezeit bei rund fünf Jahren. Zur Finanzierung erklärte die Festspielchefin, schon aufgrund von Tarifsteigerungen werde die Festspiele GmbH mehr Geld benötigen. Die „Schrift über das Judentum“ ihres Urgroßvaters Richard Wagner bezeichnete sie als „Machwerk“. Der Vertrag mit Katharina Wagner und ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier als Leiterinnen der Bayreuther Festspiele läuft 2015 aus. Hierzu erklärte Katharina Wagner im FAS-Interview: „Die Gespräche mit meiner Schwester und mir sind jetzt zu führen. Es kommt natürlich auch auf mögliche Vertragsbedingungen an.“

Flashband in Berlin beim „Tag der Musik“. Foto: Deutscher Musikrat

Flashband in Berlin beim „Tag der Musik“. Foto: Deutscher Musikrat

BERLIN: Vom 14. bis 16. Juni 2013 wurde der vom Deutschen Musikrat initiierte „Tag der Musik“ mit über 1.700 Veranstaltungen und bundesweit rund 665.000 Besuchern unter dem Motto „Kulturelle Vielfalt live!“ gefeiert. Die Vielfalt reichte dabei von der „Langen Nacht der Musik“ in Oldenburg und der „Kinderrechts-Revue“ in Vechta über die „Klassiknacht im Zoo“ in Rostock und „All that Jazz“ in Jena bis hin zu einem musikalischen Flashmob in Eppelborn und „Rock am Dom“ in Köln. Unter dem Motto „Lauter Hamburg lauter!“ feierte die Elbestadt den Tag mit 3.000 Musikern auf insgesamt 200 Veranstaltungen an 120 Schauplätzen.

BONN: Mit breiter Mehrheit gegen Grüne und Linksfraktion hat der Bonner Stadtrat beschlossen, die Pläne für das Festspielhaus in der Rheinaue weiterhin zu unterstützen. Darüber hinaus hat er die Verwaltung aufgefordert, einen Zeit- und Finanzplan für die Sanierung der Beethovenhalle als Multifunktionshalle vorzulegen. Einem Gutachten zufolge muss für beide Pläne mit Kosten in Höhe von etwa 30 Millionen Euro gerechnet werden.

DÜSSELDORF: Vom 6. bis 9. Juni veranstaltete die Kulturstiftung des Bundes einen Internationalen Tanzkongress. Unter dem Motto „Bewegungen übersetzen – Performing Translations“ lud sie Tänzer, Choreografen, Pädagogen, Wissenschaftler und Produzenten nach Düsseldorf ein, sich mit der Übertragung und Vermittlung von Körperkonzepten, Bewegungsrepertoires und interdisziplinären Arbeitsweisen in und zwischen unterschiedlichen Kulturen zu befassen. Die Veranstaltungen boten Gelegenheit, Fragen zur Weitergabe von Tanz, seiner Archivierung, Rekonstruktion und Urheberrechtslage zu diskutieren, während in Workshops besondere Methoden und Techniken für Dramaturgie, Choreografie und Training erprobt werden konnten. Mit dabei waren unter anderem renommierte Choreografen wie William Forsythe, Anne Teresa de Keersmaeker, Sidi Larbi Cherkaoui, Deborah Hay, Kôffi Kôko, Faustin Linyekula, Martin Schläpfer und Jonathan Burrows. 2016 soll es die nächste Veranstaltung dieser Art geben.

FRANKFURT: Die Oper Frankfurt erhielt den Internationalen Opern Award. Sie war zusammen mit vier weiteren Bühnen nominiert worden, darunter die Opéra National de Lyon, die Staatsoper Stuttgart, das Stanislawski-Musiktheater Moskau und das Theater an der Wien. Unter den Ausgezeichneten ist auch die junge britische Sopranistin Sophie Bevan, die 2013/2014 ihr Hausdebüt an der Oper Frankfurt gibt. Sie wurde in der Kategorie „Young Singer“ ausgezeichnet.

GÜTERSLOH: Der Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“ feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Am 1. und 2. Juni fand im Münchner Gasteig eine Vorauswahl der deutschen Sängerinnen und Sänger statt. Weltweit werden fast 1.500 Sänger vorsingen, bis entschieden wird, wer in die Endauswahl und in das Finale im Oktober kommt. Ausrichter des Wettbewerbs ist die Bertelsmann-Stiftung. Ziel des Wettbewerbs ist die Entdeckung von Nachwuchstalenten, ihre Förderung und die Hinführung zu einer nationalen und internationalen Karriere. Insgesamt 10.146 Teilnehmer zählte der Wettbewerb seit 1987. Die Bewerber, junge Opernsänger in der Ausbildung oder am Beginn der Berufstätigkeit, stammten aus 63 Nationen.

LEIPZIG: Die Deutsche Opernkonferenz (DOK), Zusammenschluss der wichtigsten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum, fand im April in Leipzig statt. Im Rahmen der dreitägigen Frühjahrstagung diskutierten die Intendanten und Verwaltungsdirektoren über tarifrechtliche Fragen sowie die künstlerische und strukturelle Positionierung der einzelnen Häuser. Dabei verstärkte sich bei den Teilnehmern der Eindruck, dass aufgrund eines stetig steigenden Einnahmedrucks die Gefahr eines „angepassten“ Inszenierungsstils immer realer wird oder werden könnte. Die Opernkonferenz ermahnte die kommunalen Träger, ihren Pflichten nachzukommen und nicht die Budgets der Opernhäuser für haushaltspolitische Sanierungen zu nutzen.

LÜBECK: Die Führungsspitze am Theater Lübeck erhält eine neue Form. Katharina Kost-Tolmein, Stellvertreterin des scheidenden GMD und Operndirektors Brogli-Sachers, wird neue Operndirektorin, Ryusuke Numajiri wird Generalmusikdirektor.

REGENSBURG: Im Rahmen der bayerischen Kabinettssitzung in Regensburg im Mai 2013 wurde eine Erhöhung des staatlichen Zuschusses für das Theater Regensburg von 400.000 Euro beschlossen. Mit dieser Erhöhung wird laut Auskunft des Wissenschaftsministeriums der Entwicklung am Theater Regensburg Rechnung getragen, das in dieser Spielzeit nicht nur einen Anstieg der Abonnements verzeichnen konnte, sondern auch in den überregionalen Medien viel Beachtung mit seinen Inszenierungen gefunden habe. Der Großteil der Zuschuss-Erhöhung wird der Sparte „Junges Theater“ zugutekommen, die ab Sommer 2014 eine eigene Spielstätte im „Haus der Musik“ beziehen wird.

SAARBRÜCKEN: Im Saarländischen Staatstheater (SST) hat die Generalsanierung der Bühnentechnik begonnen. Seit dem 2. April ist das Große Haus geschlossen, damit die Ober- und die Untermaschinerie der SST-Bühne vom Keller bis zum Dach komplett erneuert werden kann. Die Baukosten von maximal 15 Millionen Euro inklusive der Kos-ten für die fünf Ersatzspielstätten trägt das Saarland als alleiniger Gesellschafter des Dreispartenhauses. Bis zur Fertigstellung der neuen SST-Bühne Anfang November geht der Spielbetrieb in fünf Ersatzspielstätten weiter.

STUTTGART: Die Staatsoper Stuttgart ist für ihre Produktion der Oper „Der Schaum der Tage“ mit dem Diaghilev Award ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Er wurde dieses Jahr geteilt. Den zweiten Teil des Preises erhielt das Teatro Real in Madrid für seine Produktion von „Iolantha/Persephone“. Der nach dem Gründer und Impresario der Ballets Russes benannte Diaghilev-Preis wird seit 2003 jährlich verliehen und würdigt innovative Musiktheaterproduktionen.

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