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Seltsame Rezension in der »Zeit«

Empörte Reaktionen hat ein Kommentar von Christine Lemke-Matwey in der Wochenzeitung „Die Zeit“ hervorgerufen. Die Uraufführung von „Edward II.“ von Andrea Lorenzo Scartazzini (Libretto: Thomas Jonigk) an der Deutschen Oper Berlin nimmt die Kritikerin zum Anlass, über „Oper für die schwule Community“ zu sinnieren. Zwar hält sie es nicht für notwendig, Komponist, Librettist, Regisseur, Intendant oder Chefdramaturg beim Namen zu nennen, stellt aber fest, dass alle schwul seien. Man frage sich, wie die geballte schwule Bühnenkreativwirtschaft ein derart jämmerliches Stück hervorbringen könne, so Lemke-Matwey, die einen „erstaunlich vitalen Opfersinn in der emanzipierten Gemeinde“ feststellen zu können meint.

Der frisch gewählte Präsident des Deutschen Bühnenvereins Ulrich Khuon hat in einem offenen Brief auf den Artikel reagiert, „verblüfft und erschrocken“, wie er gleich zu Beginn schreibt. „Schwul“ werde hier als Zuschreibung benutzt, die Menschen auf ein einziges Merkmal reduziert, so Khuon. Und später: „All dies passt hinein in eine Tendenz forcierter normativer Normalitätswünsche und einen sich schon wieder auflösenden Respekt vor Diversität. ‚Man wird doch mal sagen dürfen‘, lautet die Devise.“ Das Theater sei ein Ort, an dem ein gelebter Universalismus, der Differenzen und unterschiedliche Bedürfnisse anerkenne, sie aber nicht werte, als Entwurf erprobt werden könne.

Urteil verschoben

Anfang März wollte das Arbeitsgericht Rostock seine Entscheidung zur Tarifvertragskündigung für die Musiker der Norddeutschen Philharmonie Rostock verkünden. Geklagt hatte die Deutsche Orchestervereinigung (DOV), die den seit 2014 geltenden Haustarifvertrag als nicht erfüllt ansieht. Im Gegenzug zum Gehaltsverzicht der Musiker waren in dem HTV betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen und die Nachbesetzung frei werdender Stellen vereinbart worden. Letzteres verweigert die Volkstheater Rostock GmbH. Das Urteil des Arbeitsgerichts wurde nun auf den 28. April verschoben.

Zusätzliche Förderung für das Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier. Foto: Pedro Malinowski

Musiktheater im Revier. Foto: Pedro Malinowski

NRW-Kulturministerin Christina Kampmann hat in Gelsenkirchen gemeinsam mit Oberbürgermeister Frank Baranowski eine Fördervereinbarung für das Musiktheater im Revier unterzeichnet. Danach erhält das von Generalintendant Michael Schulz geleitete Haus bis zur Spielzeit 2018/2019 neben der Förderung durch die Stadt Gelsenkirchen einen jährlichen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 856.000 Euro durch das Land NRW. Darin enthalten sind jährliche Sonderzuschüsse über 200.000 Euro für das Ballett und über 25.000 Euro für theaterpädagogische Maßnahmen. Die Fördervereinbarung ist Teil des am 1. Januar 2015 in Kraft getretenen Kulturfördergesetzes, mit dem mehr Planungssicherheit, Transparenz und Partizipation in der Kulturpolitik geschaffen werden soll. Daneben geht die Vereinbarung auch zurück auf den 2013 geschlossenen Theater- und Orchesterpakt NRW, der ein wesentliches Fundament für die Stärkung und Weiterentwicklung des Kulturlandes Nordrhein-Westfalen darstellt. Zuvor wurde bereits im August 2015 mit den Städten Krefeld und Mönchengladbach eine Kulturfördervereinbarung unterzeichnet. Weitere Kommunen sollen folgen.

Kulturelle Integration

Staatsministerin und Beauftragte für Kultur und Medien Monika Grütters, Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Staatsministerin und Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoğuz sowie Kulturratspräsident Christian Höppner haben auf Anregung des Deutschen Kulturrates eine gemeinsame Initiative kulturelle Integration gestartet. Ziel der Initiative ist es, bis zum Internationalen Tag der kulturellen Vielfalt am 21. Mai 2017 ein Thesenpapier zu entwickeln, in dem dargestellt wird, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland gelingen kann und welchen Beitrag kulturelle Integration hierfür zu leisten vermag.

Neuer Kulturdezernent in Trier

Die Stadt Trier hat einen neuen Kulturdezernenten. Nachfolger von Thomas Egger, der im Zuge der Querelen um das Trierer Theater und Ex-Intendant Karl M. Sibelius den Hut nehmen musste, wird Thomas Schmitt, bisher CDU-Landtagsabgeordneter im Saarland. Mit Schmitt konnte sich der gemeinsame Kandidat der sogenannten „Verantwortungsgemeinschaft“ der Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen, die im Stadtrat über eine knappe Mehrheit verfügt, durchsetzen. Der neu gewählte Kulturdezernent übernimmt als hauptamtlicher Beigeordneter die Leitung des Dezernates III mit den Aufgabengebieten Kultur, Tourismus, Recht, Sicherheit und Ordnung.

 

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