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Diskussion über Zukunft der Frankfurter Bühnen

Die Diskussion über Sanierung oder Neubau der Frankfurter Bühnen geht in eine neue Phase. Klar ist: Die Bauten, die seit den 1960er-Jahren Schauspiel und Oper beherbergen, sind marode. Um den Spielbetrieb weiter zu garantieren, muss etwas passieren. Nach Abwägung der Kosten hatte die Stadt Frankfurt Anfang des Jahres beschlossen, das Doppelgebäude am Willy-Brandt-Platz abzureißen und einen Neubau zu errichten. Wo dieser stehen sollte, war noch unklar. Die Idee, mindestens eine Bühne am derzeitigen attraktiven Standort zu belassen, stand gegen den Vorschlag, den kompletten Neubau am Frankfurter Osthafen zu planen, der vielen aber als unattraktiv gilt. Nach dem Beschluss kam allerdings das Landesdenkmalamt ins Spiel, das das Foyer des Theaters unter Denkmalschutz stellte. Nun gibt es, laut einer Meldung der FAZ vom 10. Juni, eine neue Variante, vorgestellt von Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig. Danach könnte eine der beiden Spielstätten am derzeitigen Standort neu gebaut, die andere auf einem Gelände der Frankfurter Sparkasse errichtet werden. Die Sparkasse würde das Grundstück laut dem Bericht der FAZ günstig abgeben und im Gegenzug die Baugenehmigung für einen bis zu 200 Meter hohen Turm erhalten. Unabhängig von der Entscheidung ist die Finanzierung für die Neugestaltung der Bühnen bisher nicht abgesichert.

Kulturinfrastrukturfonds kommt

Wochenlang hatte sich der Deutsche Kulturrat dafür stark gemacht. Nun hat die Berliner Regierungskoalition in ihrem Maßnahmenpaket „Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken“ ein Programm zur Stärkung der Kulturinfrastruktur aufgelegt. Hierfür ist ein Finanzbedarf von einer Milliarde Euro eingeplant. Die Mittel sind vorgesehen zur Stärkung der Kulturinfrastruktur, für Nothilfen, Mehrbedarfe von Kultureinrichtungen und kulturellen Projekten. Neben dieser direkten Förderung des Kulturbereiches kommen dem Kultur- und Medienbereich weitere geplante Vorhaben zugute. Zentral ist auch die Stärkung der Kommunen.

Gemeinsame Aktion »Ohne uns ist Stille«

Aktion „Leere Stühle“ vor der Semperoper in Dresden. Foto: Kathleen Parma

Aktion „Leere Stühle“ vor der Semperoper in Dresden. Foto: Kathleen Parma

In einem gemeinsamen Aktionstag hat die Initiative „Leere Stühle“ am 5. Juni vor der Dresdner Semperoper auf die Situation von Veranstaltern, Hoteliers und Gastronomen aufmerksam gemacht. 1.000 leere Stühle wurden unter dem Motto „Ohne uns ist Stille“ auf dem Platz aufgebaut. Die Aktion fand mit Unterstützung sächsischer Unternehmen, Künstler und Soloselbstständiger und gemeinsam mit den Initiativen „SOS for Culture“, „Stumme Künstler“ und mit Unterstützung des City Management Dresden statt. Ziel war es, die Forderungen nach Unterstützung durch Bund und Land zu manifestieren. Ein LKW-Korso von über 30 Fahrzeugen fuhr dazu durch die Stadt und stoppte am Ende vor der Semperoper. Dort wurden die leeren Stühle aufgebaut.

Deutschsprachige Opernkonferenz

Am 8. Juni 2020 hat sich die Deutschsprachige Opernkonferenz mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters in Berlin getroffen. Die Staatsministerin informierte sich dort über die Situation an den einzelnen Opernhäusern und deren Erfahrung im Umgang mit den Maßnahmen zur Beherrschung der Pandemie. Die Vertreter der 13 größten Opernhäuser Deutschlands, Österreichs und der Schweiz unter ihrem Vorsitzenden, dem Frankfurter Opernintendanten Bernd Loebe, waren sich mit der Kulturstaatsministerin einig in der Notwendigkeit, ab der neuen Spielzeit wieder vor Publikum spielen zu können und dafür verlässliche, auch wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen auf Grundlage fundierter Untersuchungen zu erhalten.

In der neuen Spielzeit soll ein angemessener Umgang mit den Corona-Bedingungen die schrittweise Wiedereröffnung der Opernhäuser ermöglichen. Die Bühnen prüfen verschiedene Maßnahmen wie beispielsweise regelmäßige Coronatests, Quasi-Quarantäne oder die Optimierung der Belüftungsanlagen. Wichtig für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes wird es sein, Regelungen für den Publikumsbereich zu finden, die eine deutlich höhere Anzahl an Zuschauer*innen ermöglicht als dies momentan der Fall ist.

Mitglieder der Deutschsprachigen Opernkonferen sind die Hamburgische Staatsoper, die Staatsoper Berlin, die Deutsche Oper Berlin, die Komische Oper Berlin, die Deutsche Oper am Rhein, die Oper Köln, die Oper Frankfurt, die Staatsoper Stuttgart, die Bayerische Staatsoper München, die Sächsische Staatsoper Dresden, die Oper Leipzig, die Wiener Staatsoper und das Opernhaus Zürich. Assoziierte Mitglieder sind das Royal Opera House Covent Garden London, die Opéra national de Paris und das Teatro alla Scala Mailand.

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