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Kulturpolitik

Auf ein Wort mit...

Bernd Loebe, Intendant der Oper Frankfurt

Bernd Loebe, Jahrgang 1952, ist seit 2002 Intendant der Oper Frankfurt. Sein Vertrag wurde seither mehrfach verlängert, derzeit läuft er bis 2023. Zuvor war Loebe lange Zeit als Journalist tätig und wurde 1990 Künstlerischer Direktor des Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel. In der Zeit seiner Intendanz wurde die Frankfurter Oper von den Kritikern des Magazins „Opernwelt“ dreimal zum „Opernhaus des Jahres“ gewählt, zuletzt in der laufenden Spielzeit. Tobias Könemann und Barbara Haack sprachen für „Oper & Tanz“ mit dem Intendanten.

Oper & Tanz: Sie sind schon sehr lange in Frankfurt und werden dort auch noch bis mindestens 2023 bleiben. Gibt es Ihres Wissens einen Intendanten, der es genauso lange an einer Bühne ausgehalten hat?

Intendant Bernd Loebe. Foto: Maik Scharfscheer

Intendant Bernd Loebe. Foto: Maik Scharfscheer

Bernd Loebe: Mir fällt keiner ein. Das mag es gegeben haben, aber wohl nicht an den großen Bühnen. Es hat schon etwas von Weltrekord. Tendenziell ist das dann noch nicht das Ende. Es kann sein, dass die Stadt und auch ich der Meinung sein werden, dass es in der Zeit einer Sanierung oder eines Neubaus der Oper wichtig ist, jemanden hier zu haben, der alles zusammenhält. Natürlich braucht man auch eine Portion Selbstkritik, um sich immer mal zu fragen: Schaffe ich das gesundheitlich? Fällt mir noch genug ein? Bin ich noch genügend präsent? Aber ich traue mir zu, dass mir das gelingt.

O&T: Andere Intendanten möchten alle paar Jahre etwas Neues machen. Was spricht aus Ihrer Sicht für diese Kontinuität in Frankfurt?

Loebe: Es ist ja so, dass ich nicht selbst inszeniere. Da läge eine Gefahr: wenn der Intendant sich selbst besetzt und sich vielleicht Dinge zutraut, die er nicht bewältigt. Aber es gibt ein großes Vertrauen zwischen der Stadt und mir, es gibt geradezu eine Liebe des Publikums. Und obwohl die Mitarbeiter dieses Hauses sehr viel arbeiten müssen, habe ich das Gefühl – auch in Abwägung zwischen der vielen Arbeit und dem Erfolg, der daraus resultiert – dass man meine Arbeit hier sehr schätzt. Und ich habe selbst in der Hand, wer hier dirigiert, wer inszeniert, wer singt.

O&T: Der Erfolg der Oper Frankfurt ist sichtbar und messbar. Gibt es ein Erfolgsrezept?

Loebe: Ich kenne das Repertoire, und zwar nicht nur die berühmten Opern. Ich vertraue oft meinem Gefühl, ob es nun um einen Sänger geht, um einen Regisseur oder einen Dirigenten. Ich glaube, wir sind ganz geschickt bei der Koppelung eines Produktionsteams mit einem Titel. Es gibt einige Regisseure, die anderswo nicht den Erfolg haben, den sie hier haben. Das liegt vielleicht daran, dass die Stücke, die wir für sie aussuchen, besser passen. Empathie, Unterstützung, Vertrauen, das offene Wort gehören zum Erfolgsrezept. Jeder kann jederzeit mit mir reden. Mit Sebastian Weigle haben wir einen idealen Generalmusikdirektor. Tilman Michael ist ein wunderbarer Chordirektor, wir haben ein freundschaftliches Verhältnis. Das gilt auch für den Technischen Direktor Olaf Winter und die Künstlerische Betriebsdirektorin Almut Hein, die auch meine Stellvertreterin ist. Es sind hier tatsächlich Freundschaften entstanden und eine große Vertrauensbasis in der Arbeit miteinander.

O&T: Wenn Sie von „wir“ sprechen, heißt das aber doch, dass Sie selbst im Wesentlichen das Programm gestalten, die Regisseure und Dirigenten auswählen?

Zeitgenössische Oper in Frankfurt: Peter Eötvös‘ „Tri Sestry“ (Premiere im September 2018). Foto: Monika Rittershaus

Zeitgenössische Oper in Frankfurt: Peter Eötvös‘ „Tri Sestry“ (Premiere im September 2018). Foto: Monika Rittershaus

Loebe: Ja. Wir haben hier sehr kompetente Dramaturgen. Ich habe aber relativ schnell klare Vorstellungen von einem Spielplan. Dabei bin ich natürlich offen für jedes Gespräch und für jeden Vorschlag. Ich bin auch Geschäftsführer und muss auf das Geld achten. Das heißt, ich muss eine Balance herstellen. Auf dem Spielplan dieses Jahres ist „Die Macht des Schicksals“ die einzige populäre Oper. Das ist auf Dauer zu wenig. Wir werden in den nächsten Jahren auch wieder mehr Puccini oder Verdi spielen, wir müssen uns das Mozart-Repertoire wieder von neuem erarbeiten. So ein Spielplan ist ein Mosaik.

O&T: Allein die Quantität in diesem Spielplan ist schon sehr ambitioniert. Sehen Sie eine Gefahr, dass irgendwann Quantität und Qualität in Kollision miteinander geraten?

Loebe: Es gibt in jeder Spielzeit eine Situation, in der wir – zu spät – merken, dass es zu viel ist; dann ist es aber nicht mehr zu ändern. Das betrifft die Arbeit des Chores, des Orchesters, der Technik. Diese Spielpläne werden zuvor mit allen Abteilungen abgesprochen, da sind alle gleichermaßen blind. Umso größer ist der Stolz des Hauses, wenn man diese Klippe wieder umschifft hat. Aber die Abteilungen werden bei uns sehr gefordert. Wir machen in jeder Spielzeit sieben bis acht Neuproduktionen, manchmal außerdem zwei im Bockenheimer Depot. Man kann mit fünf Neuproduktionen nicht „Opernhaus des Jahres“ werden. Ein Haus gewinnt nur an Stärke, Selbstbewusstsein und Bekanntheitsgrad, wenn es so viele Neuproduktionen macht. Als ich anfing, in die Oper zu gehen, hat man hier jeden Abend gespielt, am Sonntag zweimal. Da hat sich heute doch schon einiges verschoben. Wahrscheinlich hat man in Abstimmung mit den Gewerkschaften gewisse Spielregeln neu definiert.

O&T: Zurück zum Spielplan. Sie haben immer eine Mischung aus gängigem oder gefälligem Repertoire und viel neuer oder neuester Musik, immer wieder auch Uraufführungen. Wie rechnet sich das?

Loebe: Wir haben in den Jahren seit 2002 kein einziges Mal überzogen. Das erklärt auch das angenehme Verhältnis von der Stadt zu mir. In Frankfurt war es vorher fast die Regel, dass man am Ende der Spielzeit mit Nachtragshaushalten die Millionenbeträge ausgeglichen hat. Wir haben in der Regel Mehreinnahmen, dürfen aber dieses Geld nicht behalten. Das ist schade, weil es natürlich Ideen gibt, was wir mit dem Geld machen könnten.

Allerdings hatten wir vor ein paar Jahren eine Auslastung von 85 bis 87 Prozent. Jetzt ist sie auf 80 Prozent gesunken. Das ist für mich ein kleines Warnzeichen, dass es nur mit Uraufführungen und Repertoire-Seltenheiten nicht geht. Eine „Traviata“ oder eine „Zauberflöte“ ist eben immer voll, eine „Julietta“ von Martinů vielleicht nur halb voll. Deshalb müssen wir auch Sicherheiten einbauen.

O&T: Welche Pläne haben Sie für die nächsten Uraufführungen?

Loebe: Wir haben in dieser Spielzeit ja die „Drei Schwestern“ von Eötvös gemacht. Im Bockenheimer Depot werden wir nahezu jedes Jahr Uraufführungen haben. Für die nächste große Uraufführung hier im Haus habe ich eine Idee und suche jetzt den Komponisten, der auf diese Idee aufspringt. Wir brauchen immer wieder etwas mit gesellschaftspolitischem Bezug, müssen immer wieder auch begründen, warum unsere Träger so viel Geld für uns ausgeben. Meine Idee ist es, etwas zum Thema Erderwärmung zu machen. Ich kann mir das auch musikalisch sehr gut vorstellen. Ein Komponist hat mir schon abgesagt mit der Begründung, er suche sich seine Stoffe selbst. Diese etwas arrogante Haltung bedauere ich ein bisschen. Wir können nicht die Augen schließen und blind durchs Leben gehen. Die Oper hat auch die Aufgabe, Themen der Zeit aufzugreifen.

O&T: Sie waren vor gut zwei Jahren Mitinitiator des Projekts „Oper ohne Grenzen“, wo in einer aufgeheizten gesellschaftlichen Situation sehr deutliche Signale gesetzt wurden. Welche Potenziale sehen Sie für die Oper, gesellschaftlich relevant zu sein und zu bleiben, sich einzumischen?

Loebe: Ich sehe große Potenziale. Aber es ist gar nicht so einfach. Wir haben ja einen sehr langen Vorlauf. Ich plane momentan konkret die Spielzeit 2021/2022, und ich weiß eigentlich auch schon, welche Werke wir 2022/2023 herausbringen werden. Es ist also schwer, schnell zu reagieren. Es gibt natürlich die Möglichkeit, alte Werke neu zu betrachten. Von dieser Möglichkeit machen die Regisseure lebhaft Gebrauch. Das funktioniert nicht automatisch und hängt auch von der Intelligenz und von der Analysefähigkeit der Regisseure ab. Ich verbiete hier nichts. Ich habe den Eindruck, dass viele Komponisten der Gegenwart gerne auf ihre eigene Spielwiese gehen und die Augen und Ohren verschließen für das, was um sie herum ist. Das ist für mich manchmal irritierend. Eigentlich müssten doch die kreativen Kräfte ein besonderes Interesse haben, unsere Zeit abzubilden und gleichzeitig auch zu kommentieren.

O&T: Die Komponisten sind eine Seite, die Textdichter die andere. Welche Erfahrungen haben Sie da?

Loebe: Das ist auch nicht so einfach. Ich habe eine ganze Reihe von bekannten Schriftstellern angesprochen, die keine Zeit oder kein Interesse hatten, Libretti zu schreiben. Wahrscheinlich haben sie Angst, dass sie ihre eigene Schaffenskraft zu sehr mit einer anderen Person zusammenbringen müssen. Mein Favorit ist momentan Händl Klaus. Er wird bei uns in der Spielzeit 2022/2023 eine Uraufführung im Bockenheimer Depot mitgestalten.

O&T: Sie sind seit neun Jahren Vorsitzender der Deutschen Opernkonferenz, die sich zu bestimmten kulturpolitischen Sachverhalten öffentlich äußert. Wie groß ist der Einfluss, die Möglichkeit, hier etwas zu bewegen?

Loebe: Wir haben auf der letzten Sitzung besprochen, dass wir das Papier des Deutschen Bühnenvereins zum Thema #MeToo mittragen. Wir werden auch die „Berliner Erklärung der Vielen“ unterschreiben. Es gibt in der Opernkonferenz aber auch genug Themenkreise, die nicht politisch aufgeladen sind. Vor ein paar Jahren hatte ich angeregt, dass wir uns verpflichten, pro Jahr eine Uraufführung zu machen, die dann in verschiedenen Opernhäusern gespielt wird. Ich konnte mich damit nicht durchsetzen. Das hätte dazu geführt, dass Neue Musik, Neue Oper mehr unter die Menschen gebracht worden wäre.

O&T: Sie haben #MeToo angesprochen. Sehen Sie im Theater, speziell in Deutschland, echte Problemfelder, was die Ausnutzung von Herrschaftsverhältnissen, die Ausnutzung einer bestimmten, in der Theaterarbeit naturgegebenen Nähe angeht? Sehen Sie Dunkelräume, in die Licht geworfen werden müsste?

Loebe: Tendenziell glaube ich, dass wir sehr stabil sind. Ausnahmen, die womöglich nie an die Öffentlichkeit dringen, werden immer die Regel bestätigen. Ich habe hier in 17 Jahren Frankfurt nur einen Fall erlebt, bei dem ein Chormitglied unter Alkoholeinfluss gerne mal Frauen belästigt hat. Er wurde zweimal abgemahnt. Nach dem dritten Mal mussten wir uns von ihm trennen.

Natürlich gibt es auch bei uns Regisseure, die Worte in den Mund nehmen, die man nicht unbedingt aussprechen sollte. Aber das hat es im Theater immer gegeben. Ich weiß nicht, ob man das durch Beschlüsse verändern kann. Ich will nicht sagen, dass das Ergebnis alles rechtfertigt, was bis zu einem Premierentermin passiert. Aber man muss das differenziert sehen. Es gibt den Regisseurstyp, der sich zwei Minuten später entschuldigt oder bei dem man weiß, dass man nicht alles auf die Goldwaage legen darf. Auf diese Menschen, die im Künstlerischen oft besondere Qualitäten haben, kann man nicht ganz verzichten. Gleichwohl muss es auch die Möglichkeit eines Gesprächs geben und die Aufforderung, das zu unterlassen. Aber dazu brauchen wir kein Papier. Das ist der Job des Intendanten.

Das Thema wird sich, nachdem es jetzt so hochgeschwappt ist, wieder überschaubar gestalten lassen. Aber die Machtposition eines Intendanten kann verführerisch sein.

O&T: Noch einmal zurück zur Opernkonferenz: Wie viele Frauen sitzen dort als Intendantinnen?

Loebe: Birgit Meyer aus Köln ist die einzige. Da müssen sich die Träger, die Städte, die Länder, der Bund an die Nase fassen und erklären, warum sie bei der Auswahl für Intendantenposten tendenziell eher einen Mann nehmen als eine Frau. Das kann nicht mit Qualität zu tun haben. Unter mir gibt es fast nur Frauen hier, zum Beispiel im Betriebsbüro, auch die Künstlerische Betriebsdirektorin ist eine Frau. Das hängt mit der Erfahrung zusammen, dass Frauen unglaublich gut und gerne arbeiten und in der Regel auch noch gute Laune verbreiten. Bei den Dirigentinnen scheint sich die Situation momentan etwas zu verbessern. Ich bin zum Beispiel ein paar Mal nach Erfurt gefahren, um Joana Mallwitz dort zu sehen. Ich habe sie, noch bevor sie für Nürnberg nominiert war, für mehrere Produktionen als Gast eingeladen.

Meine persönliche Meinung ist, dass es bei den Frauen auch den Dirigententypus gibt, der den Mann imitiert. Das finde ich immer ein bisschen langweilig. Ich verstehe das, weil der Beruf über Jahrhunderte von Männern geprägt wurde. Ich finde aber die Frauen spannend, die auf der einen Seite eine Klarheit und Dominanz beim Dirigieren haben und gleichzeitig etwas Frauliches einbringen. Frau Mallwitz ist für mich der Prototyp.

O&T: Die Oper ist inzwischen in der digitalen und medialen Welt angekommen. Da gibt es Übertragungen aus großen Häusern in den Kinos. Ein anderes Gebiet ist die Oper im Internet. Welche Möglichkeiten sehen Sie, dass sich Oper auch in diesem Medium stärker präsentiert?

Loebe: Ich war in der Vergangenheit immer sehr verhalten im Umgang mit Social Media- oder Internetauftritten. Bevor ich Geld für solche Dinge riskiere, mache ich lieber noch eine weitere Produktion. Wir diskutieren in Frankfurt ja im Moment darüber, was mit diesem Haus passiert. In diesem Zusammenhang muss man auch Dinge implizieren, die in Richtung Internet und Digitalisierung gehen. Wenn die Stadt viele Millionen in die Hand nimmt, darf sie an dieser Stelle nicht sparen.

Ich sehe das auch immer ein wenig aus der Distanz. Wenn Sie die Metropolitan Opera anschauen, die früher nahezu jeden Abend ausverkauft war und jetzt eine Auslastung zwischen 50 und 60 Prozent hat, dann hängt das auch damit zusammen, dass jemand, der vielleicht eine Anreise von ein oder zwei Stunden hat, doch lieber ins Kino nebenan geht und sich dort die Aufführung anguckt.

O&T: Die junge Generation hat ihre Wahrnehmung auf das gerichtet, was im Internet ist. Die Idee könnte doch sein, Oper im Internet präsent zu machen, um diese heranwachsende Generation neugierig zu machen und dann ins Haus zu holen.

Loebe: Wir hatten in den letzten fünf Wochen sehr viele junge Menschen hier im Theater. Da kann mein Oberbürgermeister mir zehnmal sagen, er möchte, dass wir in die Stadtteile gehen, in die Bürgerhäuser. Nein, die wollen keine kleinen Ausschnitte. Die wollen das Große sehen. Und wenn die jungen Menschen, die sich bis zwei Minuten vor der Vorstellung ständig Mails schicken oder Fotos machen, das Bühnenbild, ein großes Orchester und alles, was dazu gehört, erleben, dann vergessen sie ihr Handy für zwei Stunden. Man darf nicht immer dem digitalen Wahn folgen, sondern man muss tagtäglich dafür sorgen, dass das eigentliche Handwerk stimmt und dass Oper diesen Verführungscharakter behält.

Wenn wir hier nach einer Sanierung oder einem Neubau das Haus neu aufrüsten, dann gehört das zu einem Paket. Dazu gehört auch, dass bei einem vielleicht noch größeren Auditorium praktisch alle Abteilungen wachsen müssen. Ich sehe nicht, dass wir mit den Planstellen von heute, die ohnehin schon gering sind, mit Chor und Orchester und Technik ein Haus mit 1.700 oder 1.800 Plätzen bespielen können.

O&T: Zur Diskussion um die Zukunft des Hauses. Was ist Ihr Wunsch: Abriss, Sanierung, Neubau?

Abriss oder Sanierung? Das Opernhaus in Frankfurt. Foto: Wolfgang Runkel

Abriss oder Sanierung? Das Opernhaus in Frankfurt. Foto: Wolfgang Runkel

Loebe: Der Architekt Michael Guntersdorf, der politisch total ungebunden ist, hat als frisch gekürter Leiter der Stabsstelle zu baulichen Fragen die Städtischen Bühnen betreffend den Auftrag von der Stadt Frankfurt erhalten, Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Er braucht dafür wahrscheinlich bis Februar oder März 2020, um zwei, maximal drei abstimmungsfähige Vorschläge zu unterbreiten. Dann werden die Politiker entscheiden. Ich habe ein gutes Gefühl, weil er nicht irgendeiner Fraktion angehört, weil er durchaus künstlerisches Denken hat. Es könnte sein, dass man den Standort überprüft, dass man Oper und Schauspiel auseinander nimmt, oder dass wir so kompakt zusammenarbeiten wie noch nie. Es könnte sein, dass dieses Gebäude über viele Jahre saniert wird und wir sechs oder sieben Jahre anderswo unterkommen müssen. Es geht immerhin um 1.100 Leute, die in diesem Gebäude arbeiten. Da stellt sich die Frage, wie man denen einen anständigen Arbeitsplatz schaffen kann. Und wir haben momentan 12.000 Abonnenten. Die wollen wir halten, und das wird schwer bei einer Auslagerung für mehrere Jahre.

O&T: Haben Sie eine Lieblingslösung?

Loebe: Ja, aber die verrate ich Ihnen nicht.

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