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Kultur gegen Rechts

Verschiedene Theater und Kulturorganisationen haben in den vergangenen Wochen Zeichen gegen Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt. In Zusammenarbeit mit der Städtischen Musikschule hat das Theater Chemnitz Udo Zimmermanns Kammeroper „Weiße Rose“ zusätzlich in den Spielplan aufgenommen. Nach der Premiere in der Musikschule soll die Produktion, die die letzten Stunden der Geschwister Hans und Sophie Scholl schildert, an verschiedenen Orten in der Region gezeigt werden. Auf dem Chemnitzer Theaterplatz fand außerdem ein Open-Air-Konzert mit Beethovens 9. Sinfonie als Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Hetze und Gewalt statt, das von 5.000 Menschen besucht wurde. Das Gewandhausorchester Leipzig und die Staatskapelle Dresden haben ebenfalls Konzerte gegeben, in denen sie für ein friedvolles und tolerantes Miteinander werben. Unter der Leitung des Gewandhaus-Ehrendirigenten Herbert Blomstedt spielten die Orchester gemeinsam: Anlass seien „die gesellschaftlichen Entwicklungen, die die Mitglieder der Orchester und der Trägerinstitutionen Sächsische Staatsoper und Gewandhaus zu Leipzig mit großer Sorge beobachten: Die zunehmende Intoleranz und Aggression gegenüber anders aussehenden oder anders denkenden Menschen“, heißt es in der Konzertankündigung. Und weiter: „Im Gewandhausorchester und der Sächsischen Staatskapelle Dresden wirken heute Menschen aus mehr als 20 Nationen respekt- und achtungsvoll miteinander. Ihre Arbeit lebt von Internationalität und Austausch – nur auf einer solchen Basis kann sich Kreativität überhaupt erst entfalten und künstlerische Qualität entstehen.“

Der Deutsche Bühnenverein hat beschlossen, die Bewegung „Die Vielen“ zu unterstützen. Die „Berliner Erklärung der Vielen“ haben inzwischen weit über hundert Kulturinstitutionen unterzeichnet. Sie will ebenfalls „ein starkes Zeichen aus der Kultur gegen rechtspopulistische sowie völkisch-nationale Strömungen setzen“. Gemeinsam werde berlin- und bundesweit Haltung für Toleranz, Vielfalt und Respekt gezeigt. Geplant sind zahlreiche Aktionen, Veranstaltungen und Diskussionen.

Kritikerumfrage: Stuttgarter Opernchor ist „Chor des Jahres“

Chor der Staatsoper Stuttgart. Foto: Matthias Baus

Der Chor der Stuttgarter Oper ist in der diesjährigen Kritikerumfrage der Zeitschrift „Opernwelt“ zum „Chor des Jahres“ gewählt worden. Der Chor erhielt das Votum bereits zum elften Mal. Immerhin neun Kritiker hielten das Ensemble für das beste der vergangenen Spielzeit. Einige hoben dabei insbesondere die Chorleistung bei der Uraufführung von Toshio Hosokawas „Erdbeben“ hervor. Schon zum vierten Mal geht die Oper Frankfurt als “Opernhaus des Jahres“ aus der Umfrage hervor – „mit einem klug ausbalancierten Programm, das randständiges Repertoire, Wiedergewonnenes und Neues mit brillant ausgeleuchteten Klassikern“ kombiniere und „das mit für die jeweiligen Werke passgenau ausgewählten Teams realisiert“ worden sei, so die Meldung des Magazins. Johannes Martin Kränzle erhielt die meisten Stimmen in der Kategorie “Sänger des Jahres“.  Barrie Koskys Inszenierung der „Meistersinger“ in Bayreuth wählten die Kritiker zur „Aufführung des Jahres“, „Regisseur des Jahres“ ist laut der Umfrage Peter Konwitschny. Das Bayerische Staatsorchester wurde zum „Orchester des Jahres“ gekürt; aus dem gleichen Haus stammt allerdings auch das „Ärgernis des Jahres“: das von Georg Baselitz entworfene Bühnenbild zum „Parsifal“ als „Sinnbild verfehlter Bühnen-Dekos von Promi-Malern“, so die Opernwelt.

Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins

Der Deutsche Bühnenverein hat die Theaterstatistik mit den wichtigsten Wirtschaftsdaten der Theater und Orchester in Deutschland für die Spielzeit 2016/2017 veröffentlicht. Danach stiegen bei den öffentlich getragenen Theatern und Orchestern die Zuschüsse von rund 2,5 Milliarden Euro auf etwa 2,6 Milliarden Euro. Bei den Vorstellungen ist die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent zurückgegangen, ebenso bei den Besucherzahlen. Die Eigeneinnahmen seien aber stabil, heißt es in der Pressemeldung des Bühnenvereins. Schwankungen bei den Besucherzahlen seien nicht ungewöhnlich, erklärte DBV-Geschäftsführer Marc Grandmontagne. „Seit 15 Spielzeiten gehen die Besucherzahlen auf und ab. Es kommt hinzu, dass in den letzten Jahren an wechselnden Orten durch Sanierungen und Ausweichspielstätten weniger Plätze zur Verfügung stehen oder die Sommerpause verlängert wurde.“ Bemerkenswert sei, dass Angebote, die zur Vermittlung von Inhalten und zum Dialog mit den Menschen einladen, mehr Zuschauer angezogen hätten. Die Zahl der fest angestellten Theatermitarbeiter/-innen – befristet und unbefristet – ist laut Statistik leicht gestiegen. Die veröffentlichten Zahlen und Fakten beruhen auf den Angaben von 140 Staatstheatern, Stadttheatern und Landesbühnen sowie 128 Orchestern (inklusive Theaterorchestern), 210 Privattheatern und 84 Festspielen.

 

 

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