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Stefan Meuschels Begrüßungsansprache
Boulez, der Freund
Ein Rückblick von Manfred Jung
Bayreuth wird nicht gesprengt
Pierre Boulez über seine Arbeit, den Preis und die Musikkultur

Kulturpolitik
Das Ende einer Ära
Rückblick und Ausblick am Staatstheater Hannover

Portrait
Eine Frau auf dem Chefsessel
Die Nürnberger Ballettdirektorin Daniela Kurz
Phönix aus der Asche
Das Badische Staatstheater Karlsruhe

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Salzburg: Die Ära Mortier in Salzburg endete turbulent
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Spielpläne 2001/2002

 

Namen & Fakten

Heribert Beissel ist neuer Chefdirigent des Staatsorchesters Frankfurt an der Oder. Der 67-Jährige unterzeichnete einen drei Jahre laufenden Vertrag mit der Stadt. Zugleich wird das Orchester in „Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt“ umbenannt.

Martin Schüler, Regisseur und Operndirektor, soll 2003 als Nachfolger von Christoph Schroth in Cottbus Intendant werden.

Carlos Matos übernimmt ab der Spielzeit 2002/2003 als Nachfolger von Ralf Jaroschinski die Leitung des Ballettensembles am Stadttheater Hildesheim.

Uwe Drechseler, seit 1995 Intendant des Theaters der Stadt Hof, hat seinen Vertrag um weitere fünf Jahre verlängert.

Jan Koetsier, Dirigent und Komponist, wurde 90 Jahre alt. Unter Koetsiers Leitung entstanden zahlreiche Aufnahmen für den Bayerischen Rundfunk. Daneben setzte er sich für die Ausbildung junger Dirigenten ein.

Gerd Uecker, Operndirektor an der Münchner Staatsoper, wird neuer Intendant der Semperoper Dresden. Der 54-Jährige wird sein Amt 2003 mit einem Fünfjahresvertrag antreten. Der Niederländer Bernard Haitink wird übergangsweise Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden sein. Er soll das in der Semperoper spielende Orchester ab Herbst 2002 leiten. Der Posten ist seit dem überraschenden Tod von Guiseppe Sinopoli im April diesen Jahres verwaist.

Gerard Oskamp, Dirigent aus den Niederlanden, wird im August 2002 als Nachfolger von Per Borin Generalmusikdirektor am Schleswig-Holsteinischen Landestheater.

Paul Müller, Manager des NDR-Sinfonieorchesters, wird Intendant der Bamberger Symphoniker. Das Orchester war – vor allem durch die Misswirtschaft seines bisherigen Intendanten Matthias Wegmann – in eine Finanzkrise geraten. Müller soll sein Amt im Februar 2002 antreten.

   

GMD in Augsburg: Rudolf Piehlmayer. Foto: KoSi Consultment

 

Rudolf Piehlmayer wird ab der Spielzeit 2002/2003 neuer GMD am Theater Augsburg. Der 40-jährige Dirigent ist unter anderem Gastdirigent an der Deutschen Oper Berlin und an der Komischen Oper Berlin.

Klaus Pierwoß, Generalintendant des Bremer Theaters, ist auf der Jahresversammlung des Deutschen Bühnenvereins mit großer Mehrheit in den Vorstand der Intendantengruppe berufen und zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. Pierwoß sieht in dieser Wahl vor allem eine Anerkennung seines vehementen Einsatzes für Kunst und Kultur in der Hansestadt.

Siegfried Jerusalem ist zum Rektor der 1999 gegründeten Musikhochschule Nürnberg-Augsburg gewählt worden. Der 61-jährige Tenor will neben dem Rektorenamt, das er für zunächst vier Jahre antritt, seinen Verpflichtungen als Sänger weiter nachkommen.

Gerhard Brunner, Opernintendant in Graz nahm nach elf Jahren Dienstzeit seinen Abschied. Brunner war zunächst Musikjournalist, bevor er Ballettchef der Wiener Staatsoper und später Grazer Intendant wurde. Er wechselt nach Berlin, wo er für das BerlinBallett verantwortlich zeichnen wird.
Georg Quander, Intendant der Staatsoper Unter den Linden, wurde vom Rektor der Hochschule Bremen zum Honorarprofessor ernannt. Er ist bereits Dozent des Studiengangs „Musik- und Kulturmanagement“ an der Hochschule.

Kirill Petrenko hat den Vertrag mit der Komischen Oper Berlin unterschrieben. Damit wird er ab der Spielzeit 2002/2003 als GMD verpflichtet.

Waltraut Meier und Manfred Trojahn wurden von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste zu neuen Mitgliedern ernannt. Die Akademie existiert seit 1948, ihr Ziel ist es, die Entwicklung der Künste zu beobachten und sie zu fördern.

Abel K. Moeng, Bassbariton aus Südafrika, gewann ein Stipendium des Arleen Auger Memorial Fund New York. Der Fund wurde 1995 zu Ehren der berühmten amerikanischen Sängerin gegründet.

Andrea Cesare Coronella, 24-jähriger Tenor, gewann den ersten Preis des 55. „European Community“-Wettbewerbs für junge Opernsänger, organisiert von der italienischen Operneinrichtung Teatro Lirico Sperimentale di Spoleto „A Belli“

Roberto Gionfriddo, Tenor am Theater Lübeck, wird mit dem mit 2.000 Euro dotierten Jürgen-Fehling-Förderpreis 2001 ausgezeichnet.

Christian Voß, stellvertretender GMD der Städtischen Bühnen Münster, erhielt den mit 15.000 Mark dotierten Preis des Dirigentenforums.

Stephanie Thiersch, Choreografin, erhält den Deutschen Bundestanzpreis 2000/2001, der mit 80.000 Mark Produktionsförderung für ihr Projekt „Le coer vole“ verbunden ist.

Samir Akika, Torsten Konrad und Annelise Soglio, Nachwuchschoreografen, teilen sich den mit 12.000 Mark dotierten Kurt-Joos-Förderpreis 2001.

Alexander Wederaikow ist neuer Dirigent des Bolschoi-Theaters Moskau. Der 37-Jährige wird Gennadi Koschdestweski ablösen, der nach knapp einjähriger Amtszeit wegen angeblicher Behinderung seiner Arbeit zurückgetreten war.

Arthur Fagen wurde von der Findungskommission als neuer GMD für das Theater Dortmund vorgeschlagen. Der 52-jährige Dirigent soll ab der Spielzeit 2002/2003 Nachfolger von Anton Marik werden.

Theo Adam, der Dresdner Kammersänger, feierte seinen 75. Geburtstag. Derzeit gastiert er an der Komischen Oper Berlin als Pimen in der Neuproduktion der Oper „Boris Godunow“. Im Januar 2002 wird er in New York in einer konzertanten Aufführung von Richard Wagners „Tristan“ den König Marke singen. An der Semperoper singt er den Sprecher in „Die Zauberflöte“ und den Musiklehrer in der „Ariadne“.

Ricardo Fernando, seit 2000 Ballettdirektor am Theater Chemnitz, wechselt zu Beginn der Spielzeit 2001/02 in gleicher Position an das Theater Pforzheim. Gleichzeitig übernimmt er auch die Leitung der Ballettschule am Theater.

Jonathan Darlington soll als Nachfolger von Bruno Weil im September 2002 neuer GMD der Stadt Duisburg und Chefdirigent der Duisburger Philharmoniker werden. Der 44-jährige Dirigent stammt aus England und war unter anderem stellvertretender GMD an der Bastille-Oper in Paris.

Thomas Adès wurde mit dem mit 20.000 Mark dotierten Hindemith-Preis beim Schleswig-Holstein Musik Festival ausgezeichnet. Der 1971 geborene Komponist vertritt einen Stil, in dem avantgardistische und traditionelle Elemente in Verbindung zueinander gesetzt werden. Seine Kammeroper „Powder Her Face“ wurde kürzlich in Hamburg erfolgreich präsentiert.

René Kollo ist neues Ehrenmitglied der Deutschen Oper Berlin. Mit diesem Titel wurde er für sein künstlerisch hervorragendes Wirken für Berlin von Kultursenatorin Adrienne Goehler geehrt.

Daniel Barenboim und Peter Stein sind in Weimar für ihr „Engagement um die Verbreitung des Goethe’schen Werkes“ mit der Goldenen Medaille der Goethe-Gesellschaft ausgezeichnet worden.

Florian-Malte Leibrecht, seit 1997 Professor am Studiengang für Musiktheater-Regie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, hat als Nachfolger des verstorbenen Götz Friedrich die Leitung des Studienganges übernommen.

Ernest Bour, Dirigent aus dem lothringischen Thionville, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Er prägte entscheidend die Donaueschinger Musiktage und leitete von 1979 bis 1995 das Südwestfunk-Sinfonieorchester.
Adolf Dresen, Theater- und Opernregisseur, starb im Alter von 66 Jahren in Leipzig. Geboren in Mecklenburg-Vorpommern, arbeitete er bis 1977 in Ost-Berlin, dann wechselte er in den Westen. Von 1981 bis 1985 war er Schauspielleiter in Frankfurt.

Gian Carlo Menotti, Komponist, feierte seinen 90. Geburtstag. Er studierte und lehrte am Curtis Institute of Music. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Opern „The Consul“ und „Amelia“.

Philippe Talard, entlassener Ballettdirektor in Mannheim, hat die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen wegen Untreue zurückgewiesen. „Die Vorwürfe, die der Generalintendant mir macht und mit denen er die fristlose Kündigung begründet hat, sind völlig ungerechtfertigt“, sagte Talard. Sein Anwalt werde gegen die Kündigung in den nächsten Tagen gerichtlich vorgehen. Dem 45-jährigen Franzosen werden finanzielle Verfehlungen vorgeworfen.

Hans Werne Henze feierte am 1. Juli seinen 75. Geburtstag. Neben seinem Kompositionsstudium erhielt Henze Privatunterricht bei Wolfgang Fortner und René Leibowitz in Darmstadt und Paris. Opern wie „König Hirsch“ oder „Venus und Adonis“, aber auch Chor- und Orchesterwerke und Kammermusik trugen zu seinem internationalen Renommee bei.

Heinz Lukas-Kindermann, Intendant des Theaters Trier, will seinen Vertrag wegen der Kürzungen im Theateretat der Stadt nicht verlängern. Er sehe in Zukunft keine Planungssicherheit für einen „soliden Kulturbetrieb in Trier“.

   

Walter Hagen-Groll. Foto: kranichphoto

 

Walter Hagen-Groll, von 1961 bis 1984 Chordirektor der Deutschen Oper Berlin, wurde noch auf Vorschlag des verstorbenen Generalintendanten Prof. Götz Friedrich zum Ehrenmitglied der Deutschen Oper Berlin ernannt. Unter der Leitung von Walter Hagen-Groll habe der Chor der Deutschen Oper Berlin den Ruf errungen, der beste in der Welt zu sein.

 

Altenburg/Gera: Das Theater Altenburg-Gera hat Wolfgang Ranke als neuen Ballettdirektor bestellt. Der 58-jährige Musikdramaturg verfüge über umfassende Erfahrungen in der Arbeit mit dem Ballett, teilte das Theater mit. Ranke war bereits von 1982 bis 1995 stellvertretender Ballettdirektor in Gera. Nun übernimmt er den Posten von Silvana Schröder, die im Juli überraschend entlassen worden war, ohne dass Generalintendant René Serge Mund öffentlich Gründe dafür nannte. Allerdings hat Silvana Schröder vor dem Bühnenschiedsgericht und dem Geraer Arbeitsgericht Klage gegen ihre Kündigung eingereicht. Generalintendant René Serge Mund hofft trotz der juristischen Auseinandersetzung auf eine Einigung. Das Ensemble aus 28 Tänzern hat inzwischen unter Rankes Leitung mit den Proben zu Tschaikowskys Ballett „Der Nussknacker“ begonnen.

Bayreuth: Insgesamt 35 Mitwirkende der Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele sind für ihre langjährigeTätigkeit auf dem Grünen Hügel ausgezeichnet worden. Die Sänger, Musiker, Techniker, Kostüm- und Maskenbildner haben teilweise mehrere Jahrzehnte lang ihren Sommer in der Festspielstadt verbracht. Prominenteste Jubilare waren die beiden Stardirigenten Antonio Pappano und Christian Thielemann. Schon Richard Wagner hatte bei den ersten Festspielen 1876 alle Künstler mit einer silbernen Medaille ausgezeichnet. Eine Replik dieser Münze überreichte Bayreuths Oberbürgermeister an alle Mitwirkenden, die seit mindestens 15 Jahren für die Festspiele tätig sind.

Berlin: Der Große Saal des Berliner Konzerthauses am Gendarmenmarkt muss wegen seiner mangelnden Akustik saniert werden. Die Gesamtkosten in siebenstelliger Höhe kann jedoch weder die öffentliche Hand noch das Konzerthaus selbst aufbringen.
Die Berliner Kultursenatorin Adrienne Goehler hat eine deutliche Warnung an die drei großen Berliner Opernhäuser gerichtet, „einfach nur so wie bisher weiterzumachen“. Die Häuser müssten es schaffen, sich künstlerisch stärker als bisher voneinander abzugrenzen, um allen weiteren Diskussionen über eine Notwendigkeit von drei Opern für Berlin den Boden zu entziehen. „Darüber darf es keine Unsicherheit geben: Wenn die drei es nicht schaffen, jeder für sich Innovationen ins Haus zu holen und sich künstlerisch sehr klug voneinander zu unterscheiden, dann wird es knirschen,“ so wörtlich die Senatorin.

Ab der kommenden Spielzeit wird die Staatsoper Unter den Linden 5.000 Karten für Schüler, Studenten und Auszubildende zum Einheits-Preis von 12 Mark anbieten. Möglich macht dies der Spendenerlös aus der Benefiz-Gala vom 29. Mai.

Der Kinderbuchklassiker „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner kommt nach mehreren Verfilmungen jetzt auch als Musical heraus. Die Stella-Produktion hat am 12. November im Musicaltheater am Potsdamer Platz, wo seit zwei Jahren „Der Glöckner von Notre Dame“ am Abend läuft, als Nachmittagsvorstellung Premiere. Die Musik ist von Marc Schubring, Regie führt Michael Pinkerton.

BOCHUM: Das Bochumer „Tanztheater aus der Zeche“ steht kurz vor der Auflösung. Die Leiter Stefan Nölle und Remo Rostagno begründeten dies vor allem mit fehlenden Spielstätten. So stehe die ehemalige Spielstätte „Zeche I“ in Bochum nicht mehr zur Verfügung.

BONN: Ab der Spielzeit 2003/2004 wird ein alleinverantwortlicher Intendant das Bonner Theater leiten. Dieser Empfehlung einer Expertenkommission folgte die Stadt Bonn in ihrer Entscheidung zur Bühnenstruktur. Das Theater wird auch weiterhin ein Drei-Sparten-Theater sein. Insgesamt kann der Intendant über einen Etat von 52,3 Millionen Mark verfügen.

Cottbus: Mit fast 6.600 Zuschauern hat die „7. Zonenrand-Ermutigung“ in Cottbus einen Besucherrekord verzeichnet. Die Gäste erlebten unter dem Motto „Rührt Euch! Preussen 300“ an elf Tagen fünfstündige Theaterspektakel. Im vergangenen Jahr sahen 4.400 Besucher die „6. Zonenrand-Ermutigung“.

ERFURT: Der Deutsche Bühnenverein in Köln soll die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Nationaltheater Weimar und dem Erfurter Theater durchspielen. „Wir müssen unsere Kräfte bündeln, denn wir wollen weiterhin qualitativ hochwertiges Theater an beiden Spielorten in allen Sparten sichern“, sagte Thüringens Kunstministerin Dagmar Schipanski (CDU) in Erfurt. Eine weitere Steigerung der Zuschüsse sei nicht möglich. Die Theater sind wegen steigender Personalkosten aus Sicht des Landes Thüringen in der jetzigen Form nicht mehr finanzierbar (vgl. Editorial).

Essen: Am 9. September 2001 startet das „Meeting Neuer Tanz 2001“ in Essen. Veranstaltet wird das Tanzfest vom Kultursekretariat Nordrhein-Westfalen.
Göttingen: Anlässlich der Göttinger Händel-Festspiele ist die bisher unbekannte Komposition „Gloria in excelsis Deo“ von Georg Friedrich Händel enthusiastisch gefeiert worden. Das vermutlich um 1707 entstandene Werk wurde in einem Londoner Archiv aufgespürt.

HAMBURG: Für das neue Hamburger Musical „König der Löwen“, das am 2. Dezember Premiere hat, boomt der Ticketverkauf. In den ersten vier Wochen nach Verkaufsstart seien bereits 40.000 Karten verkauft worden, teilte die Stage Holding Deutschland mit.

Kiel: Der Rat der Stadt Kiel hat die von OB Norbert Gansel eingebrachte Vorlage zur Reform der Bühnen der Landeshauptstadt Kiel abgelehnt. Damit ist die Umwandlung in eine GmbH unter Leitung eines Generalintendanten vorerst vom Tisch.

   

Preisgekrönt: A. Berndt und M. Kronthaler in Halle. Foto: Kiermeyer

 

München: Die Gewinner des Bayerischen Theaterpreises 2001 stehen fest. Die mit insgesamt 450.000 Mark dotierten Auszeichnungen gehen in diesem Jahr unter anderem an das Opernhaus Halle an der Saale, das Deutsche Nationaltheater in Weimar und das Hamburger Ballett. Mit dem Bayerischen Theaterpreis zeichnet der Freistaat herausragende Leistungen von Bühnen im deutschsprachigen Raum aus. In der Kategorie Oper wählte der Auswahlausschuss die Produktion „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“ des Opernhauses Halle. Das Deutsche Nationaltheater Weimar wurde für seinen „Faust“ ausgezeichnet. Der Preis für die beste tänzerische Leistung ging an die Inszenierung „Nijinsky“ des Hamburger Balletts. Der Regisseur David Alden erhält den Theaterpreis für seine künstlerische Einzelleistung.

Das Bayerische Staatsballett eröffnet die Saison 2001/2002 mit einem dreiwöchigen Ballettfestival im Prinzregententheater. Das Festival beginnt mit der Terpsichore-Gala III am 13. September 2002, mit der Deutschen Erstaufführung von Jerôme Robbins „In the Night“ sowie drei Uraufführungen. Ein Höhepunkt wird das Gastspiel des St. Petersburger Kirov-Balletts sein, das vier Vorstellungen des Balanchine-Klassikers „Jewels tanzt“ zeigt.
Der Intendant der Bayerischen Staatsoper, Sir Peter Jonas, und die Dirigenten Hanns-Martin Schneid und Enoch Freiherr von und zu Guttenberg wurden von Ministerpräsident Stoiber mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Der Freistaat hat der Bayerischen Staatsoper 21,4 Millionen Mark für Umbauten und Renovierungen des Nationaltheaters zur Verfügung gestellt. Mit dem Einbau eines Tonstudios, der Erneuerung der Ton- und Lichtstellanlage sowie der Bühnen- und Stromversorgung, ferner mit dem Einbau eines neuen Bühnenportals wurde unmittelbar nach Abschluss der Festspiele begonnen. Das Nationaltheater bleibt bis zum 27. Oktober 2001 geschlossen; das Ensemble reist währenddessen mit „Figaros Hochzeit“, „Fidelio“ und „Tristan und Isolde“ nach Japan.

MÜNCHEN/ZÜRICH: Der Italiener Arnaldo de Felice (36) und der Brite Edward Rushton (29) sind die Gewinner des ersten gemeinsamen Nachwuchs-Kompositionswettbewerbs, den das Opernhaus Zürich und die Bayerische Staatsoper in München veranstalteten. Eine elfköpfige Jury wählte die Preisträger aus sechs Finalisten, die Kurzopern für den Wettbewerb geschrieben hatten. De Felice war mit dem Werk „Akumu“ in den Wettbewerb gegangen. Rushton präsentierte seine erste Oper „Leinen aus Smyrna“. Beide Preisträger erhalten nun Kompositionsaufträge.

Rostock: Die von der Stadt Rostock mit einem Konzept zur Erhaltung des Volkstheaters beauftragte Expertenkommission hat ihre Vorschläge veröffentlicht. Danach sollen alle drei Sparten erhalten werden, durch die Streichung von 38 Stellen sollen jedoch bis 2004 3,5 Millionen Mark eingespart werden. Einmal geschlossene Sparten würden erfahrungsgemäß nicht wieder eröffnet, zitierte die Ostseezeitung aus dem Bericht. Beim Orchester, das den B-Status behalten soll, sollen 22, beim Chor 9 Stellen abgebaut werden und in der Technik 5 Stellen.

Salzburg: Zwei monumentale Opernwerke des 20. Jahrhunderts sollen im Mittelpunkt der ersten Ruhr-Triennale stehen. Gerard Mortier, Gründungsintendant des neuen Festivals im Ruhrgebiet, stellte am Rande der Salzburger Festspiele erste Programmdetails vor. Demnach sind Inszenierungen von Olivier Messiaens „Saint François d’Assise“ und Bernd-Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ geplant. Messiaëns Bühnenwerk soll von dem gleichen Regie-Team um Peter Sellars inszeniert werden, das der Oper bereits in Salzburg einen spektakulären Erfolg brachte.

WUPPERTAL: Zur Stärkung der modernen Oper hat das Kultursekretariat NRW fünf Auftragskompositionen vergeben. In den Jahren 2002 und 2003 werden die Werke „Blauwalddorf“, „Euridice“, „Alzheimer 2000“, „Senja“ und „Katzelmacher“ an NRW-Bühnen uraufgeführt. Die Fördermittel stammen aus dem neu gegründeten Fonds „Neues Musiktheater“, an dem sich das NRW-Kulturministerium mit einer Million Mark jährlich beteiligt. Die Summe will das Kultursekretariat jedes Jahr durch Sponsoren verdoppeln.

Würzburg: Der 70-jährige Reinhold Röttger übernimmt die seit letzter Spielzeit verwaiste Intendanz des Würzburger Theaters. Röttger soll das Amt gleichberechtigt neben dem Kaufmännischen Leiter Klaus Heuberger ausüben und wird für Schauspiel, Oper und Ballett zuständig sein.

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