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VdO-Nachrichten

Wichtige Impulse für die Verbandsarbeit

Ortsdelegiertentag der VdO zum 60-jährigen Jubiläum

Ein runder Geburtstag: Das 60-jährige Jubiläum der Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer war für Bundesvorstand und Geschäftsführung Anlass, über die jährliche Bundesdelegiertenversammlung hinaus die VdO-Ortsdelegierten aller Theater nach Berlin einzuladen, um sich hier gemeinsam über Ziele und Aktivitäten des Verbandes ebenso wie über die Aufgaben der Delegierten vor Ort Gedanken zu machen.

Nach der Sitzung des Bundesvorstands am 21. September stand aber zunächst die Versammlung der Bundesdelegierten, also der Vorsitzenden der Landesverbände gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern des Bundestarifausschusses am 22. September an.

Bundesdelegiertenversammlung/Bundestarifausschuss

Berichtet wurde hier über die zurückliegenden Tarifverhandlungen und über die erzielten Erfolge, insbesondere in Manteltariffragen, aber auch die gegenüber dem TV-L höhere lineare Vergütungserhöhung für die Jahre 2019 und 2020 bei den Staatstheatern. Geplant ist zum Auftakt der nächsten Verhandlungsrunde eine gemeinsame Sitzung der Tarifkomissionen von VdO, GDBA und DBV in großer Besetzung, d.h. bei der VdO unter Einbeziehung des BTA. Ziel ist es, den Entscheidungsträgern der jeweils anderen Seite – jenseits der kleinen Verhandlungskommission – die eigenen grundlegenden Positionen authentisch darzulegen und sich darüber auszutauschen. Insgesamt ist zu beobachten, dass Verhandlungen derzeit stärker an der Sache entlang geführt werden, als es früher der Fall war.

Engagiertes und konzentriertes Arbeiten im Plenum

Engagiertes und konzentriertes Arbeiten im Plenum

Als großer Erfolg darf gewertet werden, dass zukünftig pro Bühne jeweils zwei Vertreter der Bühnengewerkschaften VdO und GDBA für die Dauer ihrer Amtszeit vor der beendenden Nichtverlängerung geschützt sind. Dies könnte vor allem für Tänzerinnen und Tänzer von Interesse sein. Berichtet wurde auch über die Verhandlungen zum „Jokertag“, bei denen in kleiner Kommission ein Ergebnis erzielt worden war, das von der großen Kommission des DBV dann abgelehnt wurde. Das letzte Wort ist hier aber noch nicht gesprochen, die Forderung wird aufrecht erhalten. Die Delegierten diskutierten auch die Frage, ob zur Durchsetzung des Jokertages das Mittel des Streiks eingesetzt werden sollte.

Als sehr erfolgreich dürfen die Verhandlungen über Haustarifverträge in den Theatern der Ost-Bundesländer gewertet werden: Hier gab es an fast allen Häusern entweder schon „grünes Licht“ für die Rückkehr zum Flächentarif oder zumindest eine Tendenz in die richtige Richtung. Berichtet wurde auch über anstehende HTV-Verhandlungen an der Oper Frankfurt und der Bayerischen Staatsoper mit dem Ziel standortspezifischer Verbesserungen gegenüber dem NV Bühne.

Die einzelnen Landesverbände hatten im Vorfeld der Versammlung Berichte über ihre Aktivitäten eingereicht. Neben Themen, die alle Länder betreffen, gibt es immer wieder auch Fragen, Bedarfe oder Projekte in einzelnen Verbänden oder Häusern: Zeichen für die Vielfalt der Theaterlandschaft und das Engagement der Einzelnen vor Ort.

Schließlich wurde in der Bundesdelegiertenversammlung 2019 auch gewählt: die verschiedenen Gremien (Bundestarifausschuss, Mittlerer Tarifausschuss, Rechtsausschuss, Revision) wurden wieder oder neu besetzt. Die Mitglieder des Bundesvorstands stellten sich geschlossen zur Wiederwahl und wurden einstimmig im Amt bestätigt. So werden Stefan Moser (Bayerische Staatsoper) als Vorsitzender, Detlev Tiemann (Hamburgische Staatsoper) als Stellvertretender Vorsitzender, Sylke Urbanek (Theater Neubrandenburg-Neustrelitz) und Heiko Retzlaff (Theater Altenburg-Gera) für weitere vier Jahre gemeinsam mit den Geschäftsführern die Geschicke der VdO federführend lenken.

Ortsdelegiertentreffen

Zum Nachmittag des 22. September reisten dann die Ortsdelegierten an. Rund 65 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte die Runde, die sich eineinhalb Tage lang über ihre Rolle und über die VdO austauschte. „Was ist die VdO?“ lautete die – zunächst überraschende – Eingangsfrage, über die sich die Delegierten in kleinen Gruppen austauschten. Allein die Diskussion über diese Frage führte zu einem lebhaften Dialog Gleichgesinnter, von denen sich viele zum ersten Mal begegneten. Und der bunte Strauß an Antworten wiederum ergab ein facettenreiches Gesamtbild, das neben erwartbaren Antworten wie „Gewerkschaft“ oder „Berufsverband“ von der Vielfalt der Aufgaben des Verbandes zeugt – und davon, dass eine Gemeinschaft wie die VdO mehr sein kann als eine rein funktionale Institution: zum Beispiel ein „zuverlässiger Verhandlungspartner“, eine „Solidargemeinschaft“, eine „Gemeinschaft von Ansprechpartnern“ oder auch „Sündenbock“, „Erdung“ oder „Heimat“ – oder ganz „einfach klasse“.

Am Folgetag setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in mehreren Arbeitsgruppen mit verschiedenen Themenfeldern auseinander, die ihre Ziele und Aufgaben betreffen: Welche Pflichten, Rechte und Kompetenzen hat ein Ortsdelegierter, eine Ortsdelegierte? Wie kann die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Stellen im Haus funktionieren? Wie lässt sich die Zusammenarbeit in den Strukturen der VdO noch verbessern? Und wie können wir weitere an den Theatern beschäftigte Sängerinnen und Sänger sowie Tänzerinnen und Tänzer für die Mitgliedschaft und das Engagement in der Gewerkschaft begeistern? Sehr konstruktiv diskutierten die einzelnen Gruppen, ebenso konstruktiv und informativ war die anschließende Präsentation und Diskussion im Plenum: Es gab viele Ideen und Themen, mit denen Bundesvorstand und Geschäftsführung jetzt weiterarbeiten können.

Natürlich lebt eine solche Veranstaltung auch vom kollegialen Austausch, vom Kennenlernen der Mitstreiter, vom sozialen Miteinander. Dazu boten die Pausen ebenso Gelegenheit wie die abendliche Schiffsfahrt über die Spree. Dabei zeigte sich, dass die VdO eben auch ein über ganz Deutschland sich ziehendes Netzwerk ist. Ein besonderes Schmankerl am Abend war der musikalische Beitrag des Ortsdelegierten des Sorbischen Nationalensembles, der sich als Meister des Dudelsacks entpuppte: nur ein Beispiel von vielen für die Vielseitigkeit der Sänger und Tänzer in der VdO!

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