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DBV Hauptversammlung

Auf der Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins (DBV) in Dresden haben die Theater und Orchester beschlossen, ihre Aktivitäten gegen Rechtspopulismus und rechtsnationale Parteien zu verstärken. Es gehe darum, „den Reichtum einer diversen Gesellschaft sichtbar werden zu lassen und diese nicht als Bedrohung zu empfinden“, erklärte Bühnenvereins-Präsident Ulrich Khuon. „Theater und Orchester wollen die Gesellschaft stärker dazu ermutigen, sich für Demokratie und offene Gesellschaft einzusetzen. Sie leisten dies durch ihre künstlerischen, insbesondere partizipativen Projekte, aber auch, indem sie Diskursräume öffnen“, so Khuon. Diskutiert wurde auch über die Modernisierung der Verbandsarbeit, über Öffnung, Partizipation, Digitalisierung, öffentliche Relevanz und Geschlechtergerechtigkeit. Speziell beim Tarifvertrag NV Bühne wolle der Bühnenverein weiter mit den Künstlergewerkschaften an Veränderungen arbeiten, heißt es in einer Pressemeldung des Verbands. „Das 2017 bereits erreichte Ziel der Erhöhung der Mindestgage für Künstlerinnen und Künstler soll nicht das Ende der Fahnenstange sein.“

Sanierung oder Neubau in Frankfurt

Frankfurter Bühnen. Foto: Wolfgang Runkel

Frankfurter Bühnen. Foto: Wolfgang Runkel

Anfang Juni wurden die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, die sich mit der Sanierung beziehungsweise dem Neubau der Städtischen Bühnen in Frankfurt beschäftigt. Die in der Studie aufgeführten Zahlen waren erst einmal ein Schock. Unabhängig davon, ob man sich für eine Sanierung bei laufendem Bühnenbetrieb (veranschlagte Dauer: elf Jahre), eine Sanierung bei Schließung der Gebäude und Auslagerung in eine externe Spielstätte (acht Jahre) oder für einen Neubau entscheidet: Die veranschlagten Kosten liegen in allen drei Fällen zwischen 800 und 900 Millionen Euro. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann und Kulturdezernentin Ina Hartwig erklärten, die Kosten müssten gesenkt werden. Feldmann sprach sich ebenso wie die Fraktion der Grünen für einen Neubau am Willy-Brandt-Platz, dem derzeitigen Standort der Bühnen, aus.

Immaterielles Kulturerbe

Akteure der Deutschen Theater- und Orchesterlandschaft sind eingeladen, sich vom 14. September bis zum 15. Oktober 2017 an der Nominierung für die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO zu beteiligen. Vertreter des Deutschen Bühnenvereins, des Deutschen Musikrats, der freien Orchester- sowie der freien Theaterszene riefen dazu auf, sich an der Online-Konsultation zur Nominierung zu beteiligen. Seit 2014 ist die „Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft“ im bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes eingetragen. Im Dezember 2016 bestätigten die Kultusministerkonferenz und die Staatsministerin für Kultur und Medien die Auswahl dieser Kulturform für eine UNESCO-Nominierung. Die Einreichung des Nominierungsdossiers bei der UNESCO soll im März 2018 erfolgen. Das Dokument für die Nominierung steht unter www.unesco.de/ike bereit.

Sorgen um Kirill Serebrennikow

Zuerst wurde Kirill Serebrennikows Ballett „Nurejew“ im Bolschoi-Theater im Juli nach der Generalprobe kurzfristig aus dem Programm genommen. Der Generaldirektor des Theaters, Wladimir Urin, erklärte das Stück für „nicht aufführungsreif“. Im August nun wurde Serebrennikow wegen Betrugs festgenommen. Er soll staatliche Gelder in Höhe von umgerechnet etwa einer Million Euro veruntreut haben. Aus deutschen und europäischen Theaterhäusern wurde daraufhin vielfach Solidarität mit dem russischen Künstler signalisiert. Die Komische Oper Berlin meldete: „Wir schätzen ihn als inspirierte, engagierte und unbestechliche Künstlerpersönlichkeit und als aufrichtigen Menschen. Seine Arbeit ist unabhängig, intelligent und setzt sich vielfach kritisch und hoch virtuos mit den bestehenden gesellschaftlichen und politischen Zuständen auseinander. (…) Kirills Verhaftung als bisheriger Höhepunkt einer Reihe von staatlich veranlass-
ten Maßnahmen, die augenscheinlich gegen diese erfolgreiche künstlerische Arbeit gerichtet sind, ist skandalös. Offensichtlich wird hier versucht, eine der letzten verbliebenen kritischen Stimmen mundtot zu machen.“ An der Stuttgarter Staatsoper ist für den 22. Oktober die Premiere von „Hänsel und Gretel“ in einer Inszenierung von Serebrennikow geplant. Diese solle trotz allem stattfinden, meldete das Haus.

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